Grashüpfer

Unterfamilie der Feldheuschrecken (Acrididae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Grashüpfer (Gomphocerinae) sind eine artenreiche Unterfamilie der Feldheuschrecken (Acrididae), deren Vertreter vorzugsweise in verschiedenen Arten von Grasland (Wiesen, Grünlandbrachen bis hin zu selten gemähten Verkehrsinseln) leben. Der Kopf der Grashüpfer wirkt im Profil meist spitzer als der der verwandten Ödlandschrecken (Oedipodinae). Beim Stridulationsapparat der Grashüpfer ist, umgekehrt als bei den Ödland- und den Grasschrecken (Acridinae), die Schrillader im Vorderflügel glatt und die Schrillleiste auf der Innenseite der Hinterschenkel fein gezähnt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Grashüpfer

Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus), ♂

Systematik
Unterstamm: Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Heuschrecken (Orthoptera)
Unterordnung: Kurzfühlerschrecken (Caelifera)
Familie: Feldheuschrecken (Acrididae)
Unterfamilie: Grashüpfer
Wissenschaftlicher Name
Gomphocerinae
Fieber, 1853
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Der Gesang der Grashüpfer ist stärker differenziert als bei den Ödlandschrecken: Die meisten Arten zeigen einen Spontangesang, mit dem die Weibchen angelockt werden, einen „Rivalengesang“, mit dem die Männchen ihr Territorium gegeneinander abgrenzen, und einen „Werbegesang“ bei der Balz. Die Gesänge (in Bestimmungsbüchern in der Regel der „gewöhnliche Gesang“, also der Spontangesang) sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für morphologisch ähnliche Arten.

Im Gegensatz zu den Grashüpfern, Ödland- und Grasschrecken fehlt den mitteleuropäischen Feldheuschrecken der Unterfamilie der Knarrschrecken (Catantopinae) der Stridulationsapparat. Letztere zeigen als weiteres gemeinsames Merkmal einen deutlich sichtbaren Zapfen zwischen den Vorderhüften, der bei den erstgenannten drei Unterfamilien höchstens als kleiner Höcker ausgebildet ist.

Arten in Mitteleuropa

Literatur

Einzelnachweise

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