Grigore Pintea

rumänischer Hajduk From Wikipedia, the free encyclopedia

Grigore Pintea (auch Pintea Viteazul; ungarisch: Pintye Gligor; * 1670 in Măgoaja, Siebenbürgen, heute Cluj, Rumänien; † 14. August 1703 in Frauenbach, heute Baia Mare, Rumänien) war ein rumänischstämmiger Hajdukenführer kleinadeliger Herkunft.

Grigore Pintea (künstlerische Darstellung)

Zur Beginn seines Lebens war das Fürstentum Siebenbürgen (und das Partium) zwar offiziell selbständig, aber es stand unter militärische und politische Abhängigkeit zum osmanischen Reichs, das dann aber de facto gegen 1687 seine Macht an die Habsburger abgeben musste, als das Land von österreichischen Truppen besetzt wurde.

Pintea hatte eine relativ große Hajdukentruppe unter sich, das militärisch organisiert war. Es gibt Gerichtsberichte über mehere organisierte Raubagriffe der Truppe.

Pintea schloss sich mit seiner Truppe freiwillig den siebenbürgischen kuruzer Unabhängigkeitsbewegung unter dem ungarischen Fürsten Franz II. Rákóczi an. Dabei gelang es ihm, die Stadt Baia Mare (deutsch: Frauenbach) als eine wichtige Stadt mit seinen um die 200 Männer (Haiducken) für den Fürsten einzunehmen.

Besonders beliebt war (und ist) er beim einfachen Landvolk, damals wohl in der Mehrheit rumänischer Leibeigener, wegen seiner Robin Hood ähnlichen Taten. So wird in vielen Liedern und Geschichten erzählt, dass er das Geld den Reichen stahl, um es den Armen zu geben.

Um seinen Tod ranken sich viele Legenden. Er soll am 14. August 1703 in Frauenbach (rum. Baia Mare) erschossen worden sein und am Rande der Stadtmauer begraben worden sein.

Related Articles

Wikiwand AI