Ulrich Grossbach
deutscher Biologe
From Wikipedia, the free encyclopedia
Ulrich Grossbach (* 6. März 1936; † 14. Oktober 2020) war ein deutscher Biologe.
Leben
Nach der Promotion zum Dr. rer. nat. am 7. Januar 1970 in Tübingen war er von 1976 bis 2001 Professor für Entwicklungslehre und Entwicklungsbiologie in Göttingen. Er erforschte an der Georg-August-Universität kontinuierlich über Jahrzehnte die Vielfalt der Histon-Moleküle und deren Interaktionen mit der DNA. Zeitweise schaffte er es, die in Göttingen traditionell in der Zoologie angesiedelte Ontogenese-Forschung auszugliedern und ein eigenständiges Institut für Entwicklungsbiologie zu etablieren. Zusammen mit ihm war die Drosophila-Expertin Professor Mireille A. Schäfer dort tätig, die aber ziemlich bald an die Universität Kassel wechselte. Jedenfalls ergab sich für die Studenten durch diese damals neu geschaffenen Institutsstrukturen die Möglichkeit, Entwicklungsbiologie (Ontogenese-Forschung) als eigenständiges Hauptfach zu studieren. Und die Absolventen dieses Hauptfachs verstreuten sich dann über die ganze Georgia-Augusta und die dortigen Max-Planck-Institute, weil die Entwicklungsbiologie selbst nicht genügend Diplomanden aufnehmen konnte. Bei vielen seiner Schüler in bester Erinnerung geblieben sind Ulrich Grossbachs universal angelegten Vorlesungen: Es ging dort nicht nur um Zoologie, die Entwicklung von Bakterien, Pilzen oder Pflanzen waren ebenso Gegenstand seines Unterrichts.
Schriften (Auswahl)
- Chromosomen-Aktivität und biochemische Zelldifferenzierung in den Speicheldrüsen von Camptochironomus. Tübingen 1970, OCLC 831072700.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grossbach, Ulrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Biologe |
| GEBURTSDATUM | 6. März 1936 |
| STERBEDATUM | 14. Oktober 2020 |