Großsteingräber bei Groß Thondorf
Grabanlagen der Trichterbecherkultur nahe Groß Thondorf im Landkreis Uelzen (Niedersachsen)
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Die Großsteingräber bei Groß Thondorf sind zwei Grabanlagen der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur nahe dem zur Gemeinde Himbergen gehörenden Ortsteil Groß Thondorf im Landkreis Uelzen (Niedersachsen). Sie tragen die Sprockhoff-Nummern 766 und 767.
| Großsteingräber bei Groß Thondorf | ||
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| Koordinaten | Groß Thondorf 1, Groß Thondorf 2 | |
| Ort | Himbergen, Niedersachsen, Deutschland | |
| Entstehung | 3500 bis 2800 v. Chr. | |
| Sprockhoff-Nr. | 766–767 | |
Lage
Das Grab 1 liegt 1,5 km nordöstlich von Groß Thondorf in einem Waldstück. Grab 2 liegt 1,7 km ostsüdöstlich des Ortes an einem Waldrand. In der näheren Umgebung gibt es zahlreiche weitere Großsteingräber. So befindet sich 960 m nordwestlich von Grab 1 das Großsteingrab Ahndorf, 2,2 km nordwestlich die Großsteingräber bei Lemgrabe und 700 m östlich bzw. südlich von Grab 2 die Großsteingräber bei Kettelstorf.
Beschreibung
Grab 1
Das Grab besitzt ein nordwest-südöstlich orientiertes Hünenbett mit einer Länge von etwa 50 m und einer Breite von 2,5 m. Die maximale Höhe beträgt 1,0 m. Bei der Aufnahme durch Georg Otto Carl von Estorff um 1846 hatte das Hünenbett mit 56 m zu 6,5 m noch größere Ausmaße. Die Umfassung war bereits damals nicht mehr vollständig und bestand noch aus 43 Steinen. Bei der erneuten Aufnahme durch Ernst Sprockhoff hatte sich diese Zahl bereits deutlich verringert und die meisten Steine lagen verstreut umher. Lediglich zwei Steine an der südwestlichen und einer an der nordöstlichen Langseite standen noch in situ. Eine Grabkammer ist nicht zu erkennen und vielleicht noch unter der Hügelschüttung verborgen.
- Grab 1 nach von Estorff
Grab 2
Das zweite Grab ist nord-südlich orientiert. Heute sind nur noch der Langhügel und einzelne Steine erkennbar. Der größte und auffälligste Stein weist auf einer Seite eine Reihe von Sprenglöchern auf. Das Hünenbett hatte bei der Aufnahme durch von Estorff eine Länge von 60 m und eine Breite von 7 m. Die Umfassung war noch annähernd vollständig erhalten. Etwa in der Mitte des Hünenbetts befand sich eine kleine Grabkammer, die aber bereits stark zerstört war. Nur noch der südöstliche Abschlussstein und die beiden anschließenden Wandsteine der Langseiten standen noch in situ. Ein Deckstein war neben das Hünenbett verschleppt worden. Südöstlich an die Grabkammer angrenzend stellte von Estorff ein großes Steinpflaster fest.
- Grab 2 nach von Estorff
Literatur
- Georg Otto Carl von Estorff: Heidnische Alterthümer der Gegend von Uelzen im ehemaligen Bardengaue (Königreich Hannover). Hahn’sche Hof-Buchhandlung, Hannover 1846 (Online).
- Karl Hermann Jacob: Die Megalithgräber des Kreises Ülzen und der Schutz der vorgeschichtlichen Denkmäler. In: Nachrichtenblatt für Niedersachsens Vorgeschichte. Band 1, S. 16.
- Johannes Heinrich Müller, Jacobus Reimers: Vor- und frühgeschichtliche Alterthümer der Provinz Hannover. Schulze, Hannover 1893, S. 79 (PDF; 25,0 MB).
- Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 3: Niedersachsen – Westfalen. Rudolf-Habelt Verlag, Bonn 1975, ISBN 3-7749-1326-9, S. 63.

