Gustav Peter Wöhler

deutscher Schauspieler und Musiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Gustav Peter Wöhler (* 31. Juli 1956 in Bielefeld) ist ein deutscher Schauspieler, Sänger und Hörspielsprecher.

 Gustav Peter Wöhler bei der Verleihung des Studio Hamburg Nachwuchspreises 2012 trägt einen dunkel gestreiften Anzug und ein weißes Hemd mit Kragen. Er hat hellbraune Haare und trägt eine braune Brille. Der Hintergrund des Bildes ist weiß und zeigt ein schwarzes, kreisförmiges Muster, das hinter der Person sichtbar ist.
Gustav Peter Wöhler bei der Verleihung des Studio Hamburg Nachwuchspreises 2012
Gustav Peter Wöhler 2005 auf einer Bühne, seines Konzertes mit seiner Band. Er trägt ein weißes Hemd über einem schwarzen T-Shirt mit einem teilweise sichtbaren Schriftzug („sexy“). Er hat beide Arme erhoben, was auf Bewegung oder Interaktion hinweist. Im Hintergrund ist ein blauer Vorhang zu sehen, der die Bühne umrahmt.Die Bühne selbst ist mit verschiedenen Musikinstrumenten ausgestattet. Dazu gehören ein großes Cello oder Kontrabass, ein Klavier und mehrere Notenständer mit Notenblättern. Es sind zudem Mikrofone und Lautsprecher vorhanden, die auf eine musikalische Aufführung hinweisen. Die Beleuchtung lenkt die Aufmerksamkeit auf die Person und die Bühne.
Im Konzert

Leben und Wirken

Die Eltern von Gustav Peter Wöhler besaßen eine Gaststätte in Eickum bei Herford. Nach einer Lehre zum Großhandelskaufmann wollte er eigentlich Sozialpädagogik studieren. Doch sein Religionslehrer hatte sein Talent erkannt und half ihm, die Eignungsprüfung für die Schauspielschule zu bestehen.[1]

Nach seiner Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum[2] ging er zunächst an das Schauspielhaus Bochum zu Claus Peymann[3].

Zunächst wurde Gustav Peter Wöhler vor allem für komische Rollen eingesetzt. Dies führte zu einem Minderwertigkeitskomplex, den er erst durch die Zusammenarbeit mit Peter Zadek am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg abzulegen begann[4]:

„Peter Zadek, dem ich meine größten Theatererlebnisse verdanke, sagte später, er hätte noch nie so gelacht wie bei mir. Das änderte mein Selbstbewusstsein.“

Im Rahmen der Nibelungenfestspiele 2009 in Worms stand Wöhler in Das Leben des Siegfried als Gunther auf der Bühne. Nach dem plötzlichen Tod von Dirk Bach übernahm er an dessen Stelle im Oktober 2012 die Titelrolle im Theaterstück Der kleine König Dezember nach dem gleichnamigen Buch von Axel Hacke am Berliner Schlossparktheater.[5][6]

Daneben ist Gustav Peter Wöhler auch in vielen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, so etwa in SK Kölsch, Bella Block und in Erleuchtung garantiert von Doris Dörrie. 2015 spielte Wöhler die Titelrolle in Herman the German von Michael Binz, der beim Filmfestival Max Ophüls Preis den Publikumspreis für den besten Kurzfilm erhielt.[7][8]

Wöhlers zweite Leidenschaft ist die Musik. Mit seiner Gustav Peter Wöhler-Band interpretiert er Klassiker aus Jazz, Pop, Rock und Reggae neu und feierte damit große Erfolge. Mittlerweile sind vier CDs erschienen, im Dezember 2005 wurde eine Live-DVD veröffentlicht. Die Gustav Peter Wöhler-Band tourt regelmäßig durch ganz Deutschland und war zuletzt beim 3-SAT-Festival 2022 im TV zu sehen.[9]

Im Jahr 2019 sang er auch die Hauptrolle Tevje im Musical Anatevka bei den Schlossfestspielen Schwerin 2019.[10] Im Sommer 2020 trat er in der Rolle des „Dicken Vetters“ bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Michael Sturminger im Jedermann auf.

Mit seinem Mann Albert Wiederspiel lebt er (Stand: März 2024) in Berlin-Charlottenburg.[11][12] Im Februar 2021 nahm er an der Initiative #actout im SZ-Magazin mit 184 anderen homo- und bisexuellen, queeren, nichtbinären und transgenderen Schauspielern teil.[13]

Auszeichnungen

Diskografie

  • 2002: Gustav Peter Wöhler-Band - (Live-Album)
  • 2004: Across The Universe
  • 2006: Gangster of Love - (Live-Album)
  • 2006: Liebe Stärke Mitgefühl - mit Kai Fischer
  • 2009: Get Back - Live in Hamburg - (Live-Album)
  • 2011: Boys Don’t Cry - Live in Hamburg - (Live-Album)
  • 2013: Wegen mir - Label Kurtmusik@Kurtbuero - (Studio-Album)
  • 2016: Shake A Little - (Studio-Album)

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl)

Einzelnachweise

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