Hal Rammel

US-amerikanischer Musiker, Musikinstrumentenbauer und Fotograf From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Rammel ist der Sohn eines Fotografen und einer Malerin und Bildhauerin. Über sein frühes Interesse für Jazzmusik kam er zu Musikern wie Anthony Braxton und der experimentellen Musikszene der 1960er und 1970er Jahre in Chicago. Er wandte sich dem Musikinstrumentenbau zu. Mitte der 1970er Jahre baute er Daumenklaviere, später Saiteninstrumente (u. a. eine Gitarre mit einer Saite) und 1981 die Amplified Palette, die aus einem dünnen Holzbrett in Form einer Künstlerpalette besteht, ausgestattet mit einem Kontaktmikrofon und zahlreichen vertikal montierten Holz- und Metallstäben und mit speziell entworfenen Bögen und Schlegeln gespielt wird.

In den 1980er Jahren schloss er sich der Chicagoer Improvistionsszene an und trat mit Musikern wie Michael Zerang, Gene Coleman, Jim O’Rourke und John Corbett auf. In den 1990er Jahren ging er nach Wisconsin. Dort moderierte er beim Hörfunksender WMSE in Milwaukee die Sendung Alternative Currents, gründete das Label Penumbra und unterrichtete Instrumentenbau an Grundschulen und am School of the Art Institute of Chicago. Daneben begann er mit selbstgebauten Kameras zu fotografieren. Die Fotos wurden u. a. für Plattencovers von Joe McPhee und Ellery Eskelin verwendet. Auftritte hatte er in den USA und Kanada u. a. beim Newfoundland Sound Symposium 1996 (mit Johannes Bergmark) und beim No Music Festival 1998 mit der Nihilist Spasm Band.

Später arbeitete er u. a. mit Steve Nelson-Raney, John Corbett und Terry Kapsalis (als Trio Van's Peppy Syncopators), Chris Rosenau und Jon Mueller als Raccoons, mit Thomas Gaudynski, Jason Wietlispach und Chris Rosenau zusammen. Aufnahmen entstanden bei den Labels Crouton Records, Soutrane, Utech Records und Necessary Arts. Mit Lou Mallozzi, Jim Schoenecker und Jon Mueller gründete Rammel 2007 das Quartett The LOST DATA Project, das u. a. in Milwaukee und Chicago auftrat.

Bei University of Illinois Press erschien 1991 seine Studie über Surrealismus und amerikanische Folklore The Big Rock Candy Mountain and Other Comic Utopias mit Porträts von Blind Blake, Bo Diddley, Al Capp, Jack Benny, Spike Jones und Red Ingle.

Quellen

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