Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2027/Qualifikation

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Die Qualifikation zur Teilnahme an der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2027 begann im Februar 2020 mit dem Zuschlag der Ausrichtung der Weltmeisterschaft und endet mit dem Abschluss der Qualifikationsspiele. Am Turnier werden 32 Mannschaften teilnehmen.

Richtlinien der IHF

Die Startplätze bei der Weltmeisterschaft werden nach den Richtlinien der IHF vergeben. Diese sehen Pflicht- und Leistungsplätze, Plätze für den Organisator und den amtierenden Weltmeister und Wildcards vor. Um die Pflicht- und Leistungsplätze zu erhalten, haben die Kontinentalföderationen bestimmte Bedingungen zu erfüllen.[1]

Gesetzt sind die Organisatoren und der amtierende Weltmeister. Zwölf Leistungsplätze werden an die Kontinentalföderationen auf der Grundlage der Mannschaften auf Rang 1–12 der vorangegangenen Weltmeisterschaft zugeteilt; ist der amtierende Weltmeister gleichzeitig Ausrichter der nächsten Weltmeisterschaft, erhält die Kontinentalföderation des amtierenden Weltmeisters einen zusätzlichen Leistungsplatz. 17 Pflichtplätze gehen an Mannschaften der Verbände in Afrika, Asien, Europa, Nordamerika und Karibik, Süd- und Zentralamerika sowie ggf. Ozeanien und eine Wildcard.[1]

Direkte Qualifikation

Direkt qualifiziert sind die Verbände des Organisators und des amtierenden Weltmeisters.[1]

Leistungsplätze und Pflichtplätze

Grundsätzlich zwölf Leistungsplätze werden an die Kontinentalföderationen auf der Grundlage der Mannschaften auf Rang 1–12 der vorangegangenen Weltmeisterschaft zugeteilt.[1]

Afrika

Der Handballverband Afrikas, Confédération Africaine de Handball (CAHB), erhält vier Pflichtplätze für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, dafür müssen acht Mannschaften am Qualifikationsturnier der Kontinentalföderation (Afrikameisterschaft) teilnehmen.[1] Das entsprechende Turnier ist die Afrikameisterschaft 2026.

Asien

Der Handballverband Asiens (Asiatische Handballverband (AHF)) erhält vier Pflichtplätze für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, dafür müssen acht Mannschaften am Qualifikationsturnier der Kontinentalföderation (Asienmeisterschaft) teilnehmen.[1] Das entsprechende Turnier ist die Asienmeisterschaft 2026.

Europa

Der Handballverband Europas, die Europäische Handballföderation (EHF), erhält grundsätzlich vier Pflichtplätze für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, dafür müssen acht Mannschaften am Qualifikationsturnier der Kontinentalföderation (Europameisterschaft) teilnehmen.[1] Das entsprechende Turnier ist die Europameisterschaft 2026.

Europameisterschaft 2026

Europäische Qualifikationsrunde

Für die europäischen Mannschaften stehen insgesamt 16 Startplätze zur Verfügung, neben Gastgeber Deutschland und Titelverteidiger Dänemark qualifizieren sich die vier besten Mannschaften (ohne Deutschland und Dänemark sind das Kroatien und Island sowie Portugal und Schweden) der Europameisterschaft 2026 direkt. Weitere zehn Plätze werden in einer dreiphasigen Qualifikation vergeben.[2]

Phase 1

In der Phase 1 der europäischen Qualifikationsrunde treten mit den Mannschaften der Türkei, Luxemburgs, Kosovos, Lettlands, Zyperns und Großbritanniens die sechs im europäischen Ranking schlechtplatziertesten Verbände an. Für die Runde wurden am 26. Juni 2025 die Paarungen der Mannschaften aus Lostopf 1 (Türkei, Luxemburg, Kosovo) gegen die Mannschaften aus Lostopf 2 (Lettland, Großbritannien, Zypern) ausgelost.[3] Die Gewinner der Paarungen ziehen in die Phase 2 ein.

Weitere Informationen Hinspiel, Rückspiel ...
HinspielRückspielTore
Lettland LettlandLuxemburg Luxemburg28:20 (13:9)
(1.11.2025, Luxemburg)
34:33 (15:16)
(2.11.2025, Luxemburg)
62:53
Zypern Republik ZypernTurkei Türkei27:33 (14:16)
(29.10.2025, Nikosia)
19:35 (10:22)
(2.11.2025, Elazığ)
46:68
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes KönigreichKosovo Kosovo26:32 (11:15)
(29.10.2025, Derby)
30:35 (13:17)
(2.11.2025, Pristina)
56:67
Quelle: EHF
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Phase 2

In Phase 2 treten 16 Mannschaften an. Neben den drei Siegern aus Phase 1 (Lettland, Türkei, Kosovo) sind dies weitere sieben Teams (Israel, Finnland, Belgien, Litauen, Slowakei, Bosnien und Herzegowina, Griechenland), die sich nicht für die Europameisterschaft 2026 qualifiziert hatten und in der EHF-Rangliste besser platziert sind als die Teams aus Phase 1.[2] Komplettiert wird das Feld durch die sechs Gruppenvierten der Europameisterschaft 2026 (Ukraine, Georgien, Rumänien, Serbien, Polen, Montenegro).

Weitere Informationen Hinspiel, Rückspiel ...
HinspielRückspielTore
Bosnien und Herzegowina Bosnien und HerzegowinaKosovo Kosovo34:21 (15:13)
(19.3.2026, Tuzla)
29:33 (15:17)
(22.3.2026, Pristina)
63:54
Georgien GeorgienIsrael Israel29:32 (16:15)
(19.3.2026, Telawi)
30:28 (12:13)
(21.3.2026, Rischon LeZion)
59:60
Ukraine Ukraine Slowakei Slowakei 24:27 (11:16)
(18.3.2026, Bensheim (D))
32:31 (20:15)
(22.3.2026, Považská Bystrica)
56:58
Serbien Serbien Litauen Litauen 42:25 (21:12)
(19.3.2026, Niš)
33:24 (15:10)
(22.3.2026, Utena)
75:49
Lettland Lettland Polen Polen 25:33 (18:15)
(19.3.2026, Jelgava)
24:33 (10:15)
(22.3.2026, Ostrów Wielkopolski)
49:66
Turkei Türkei Rumänien Rumänien 32:37 (15:19)
(19.3.2026, Bolu)
37:31 (21:16)
(22.3.2026, Buzău)
69:68
Griechenland GriechenlandBelgien Belgien29:26 (16:13)
(18.3.2026, Chalkida)
34:31 (19:17)
(21.3.2026, Hasselt)
63:57
Finnland FinnlandMontenegro Montenegro32:36 (13:16)
(19.3.2026, Vantaa)
26:30 (13:16)
(22.3.2026, Podgorica)
58:66
Quelle: EHF
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Phase 3

In der abschließenden Phase 3 treten die acht Gewinner aus Phase 2 gegen die noch nicht direkt qualifizierten Teilnehmer der Europameisterschaft 2026 in Hin- und Rückspiel im Mai 2026 an. Die Auslosung erfolgte am 31. Januar 2026.[4]

Weitere Informationen Hinspiel, Rückspiel ...
HinspielRückspielTore
Slowakei Slowakei Nordmazedonien Nordmazedonien : (:)
(14.5.2026, Prešov)
: (:)
(17.5.2026, Skopje)
:
Bosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Faroer Färöer : (:)
(14.5.2026, Tuzla)
: (:)
(16.5.2026, Tórshavn)
:
Tschechien Tschechien Frankreich Frankreich : (:)
(13.5.2026, Brno)
: (:)
(17.5.2026, Orléans)
:
Schweiz Schweiz Italien Italien : (:)
(13.5.2026, Zürich)
: (:)
(17.5.2026, Faenza)
:
Montenegro Montenegro Slowenien Slowenien : (:)
(14.5.2026, Podgorica)
: (:)
(17.5.2026, Koper)
:
Serbien Serbien Ungarn Ungarn : (:)
(14.5.2026, Niš)
: (:)
(17.5.2026, Veszprém)
:
Spanien Spanien Israel Israel : (:)
(14.05.2026, Buenos Aires (ARG))[5]
: (:)
(16.5.2026, Buenos Aires (ARG))[5]
:
Griechenland Griechenland Niederlande Niederlande : (:)
(13.5.2026, Chalkida)
: (:)
(17.5.2026, Rotterdam)
:
Norwegen Norwegen Turkei Türkei : (:)
(13.5.2026, Gjøvik)
: (:)
(16.5.2026, Ankara)
:
Osterreich Österreich Polen Polen : (:)
(13.5.2026, Graz)
: (:)
(17.5.2026, Olsztyn)
:
Stand 14.4.2026, Quelle: EHF
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Nordamerika und Karibik

Der Handballverband von Nordamerika und der Karibik, die Handballkonföderation Nordamerikas und der Karibik (NACHC), erhält einen Pflichtplatz für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, dafür müssen vier Mannschaften am Qualifikationsturnier der Kontinentalföderation (Nordamerikanische und karibische Handballmeisterschaft) teilnehmen.[1] Das entsprechende Turnier ist die nordamerikanische und karibische Meisterschaft 2026.

Ozeanien

Die Kontinentalföderation Ozeaniens (Ozeanische Verband (OCHF)) besitzt keinen direkten Pflichtplatz für eine Qualifikationsveranstaltung auf kontinentaler Ebene, ist jedoch eingeladen zu den Qualifikationsveranstaltungen Asiens (Asienmeisterschaft). Wenn der Vertreter Ozeaniens bei der Qualifikationsveranstaltung Asiens mindestens den fünften Platz erreicht, erhält er einen Pflichtplatz. Australien schloss das Turnier auf dem 14. Platz ab. Der Platz wird daher durch den IHF-Rat als Wildcard vergeben.[1]

Süd- und Zentralamerika

Der Handballverband für Südamerika und Zentralamerika, die Süd- und zentralamerikanische Handballkonföderation (COSCABAL), erhielt vier Pflichtplätze für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft, dafür nahmen sechs Mannschaften am Qualifikationsturnier der Kontinentalföderation (Süd- und zentralamerikanische Handballmeisterschaft) teil.[1] Das entsprechende Turnier war die süd- und zentralamerikanische Meisterschaft 2026 in Paraguay.

Wildcards

Ein Startplatz wird durch Wildcard bestimmt. Die Internationale Handballföderation vergab eine Wildcard für die Jahre 2025 und 2027 schon im Oktober 2018 an den Verband der Vereinigten Staaten zur Vorbereitung als Gastgeber der Olympischen Sommerspiele 2028.[6] Nachdem der ozeanische Vertreter nicht mindestens den fünften Platz der Asienmeisterschaft 2026 erreichte, wird eine weitere Wildcard vergeben.[1][7]

Liste der Teilnehmer

Die nachfolgend aufgeführten Mannschaften nehmen an der Weltmeisterschaft 2027, der 30. Austragung des Turniers seit 1938, teil. Die Tabelle zeigt das Datum der Qualifizierung, den Kontinentalverband und die Anzahl der bisherigen Weltmeisterschaftsteilnahmen.

Weitere Informationen Mannschaft aus, Kontinent (Verband) ...
Mannschaft aus Kontinent (Verband) Qualifiziert als/durch Datum der Qualifikation Teilnahmen an den vorigen 29 Weltmeisterschaften
Anzahl Jahre Titel
Deutschland Deutschland Europa (EHF) Organisator 28. Februar 2020 28 1938, 1954, 1958, 1961, 1964, 1967, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1993, 1995, 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 3 (1938, 1978, 2007)
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Nordamerika und Karibik (NACHC) Wildcard[6] 9. Juli 2020 07 1964, 1970, 1974, 1993, 1995, 2001, 2025 0
Danemark Dänemark Europa (EHF) Weltmeister 2025 2. Feb. 2025 26 1938, 1954, 1958, 1961, 1964, 1967, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1993, 1995, 1999, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 4 (2019, 2021, 2023, 2025)
Katar Katar Asien (AHF) Asienmeisterschaft 2026[8] 25. Jan. 2026 10 2003, 2005, 2007, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Japan Japan 16 1961, 1964, 1967, 1970, 1974, 1978, 1982, 1990, 1995, 1997, 2005, 2011, 2017, 2019, 2021, 2025 0
Bahrain Bahrain 06 2011, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Kuwait Kuwait 09 1982, 1995, 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2025 0
Argentinien Argentinien Süd- und Zentralamerika (COSCABAL) Süd- und zentralamerikanische Meisterschaft 2026[9] 25. Jan. 2026 15 1997, 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Brasilien Brasilien 17 1958, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Chile Chile 08 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Uruguay Uruguay 02 2021, 2023 0
Island Island Europa (EHF) Europameisterschaft 2026[9] 28. Jan. 2026 23 1958, 1961, 1964, 1970, 1974, 1978, 1986, 1990, 1993, 1995, 1997, 2001, 2003, 2005, 2007, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Kroatien Kroatien 16 1995, 1997, 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 1 (2003)
Schweden Schweden 27 1938, 1954, 1958, 1961, 1964, 1967, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1993, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003, 2005, 2009, 2011, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 4 (1954, 1958, 1990, 1999)
Portugal Portugal 06 1997, 2001, 2003, 2021, 2023, 2025 0
Agypten Ägypten Afrika (CAHB) Afrikameisterschaft 2026[9] 30. Jan. 2026 18 1964, 1993, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Algerien Algerien 17 1974, 1982, 1986, 1990, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003, 2005, 2009, 2011, 2013, 2015, 2021, 2023, 2025 0
Tunesien Tunesien 17 1967, 1995, 1997, 1999, 2001, 2003, 2005, 2007, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019, 2021, 2023, 2025 0
Kap Verde Kap Verde 03 2021, 2023, 2025 0
Angola Angola 05 2005, 2007, 2017, 2019, 2021 0
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Nach den kontinentalen Meisterschaften im Januar 2026 standen somit 20 der 32 Teilnehmer fest.

Einzelnachweise

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