Kopf hoch!

Film von Sólveig Anspach (1999) From Wikipedia, the free encyclopedia

Kopf hoch! (Originaltitel: Haut les cœurs) ist ein französischer Film aus dem Jahr 1999. Regie führte Sólveig Anspach. Es ist ihr Debüt-Langspielfilm. Sie verarbeitet darin ihre „eigenen Erfahrungen mit Brustkrebs. Diese Krankheit verfolgte sie im Anschluss weiter. Tatsächlich starb sie 2015 sogar an dieser.“[1]

TitelKopf hoch!
OriginaltitelHaut les cœurs
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Kopf hoch!
Originaltitel Haut les cœurs
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge 109 Minuten
Stab
Regie Sólveig Anspach
Drehbuch Sólveig Anspach, Pierre-Erwan Guillaume
Musik Olivier Manoury, Martin Wheeler
Kamera Mathilde Jaffre, Izabelle Razavet, Lorenzo Weiss
Schnitt Mathieu Blanc, Anne Riegel
Besetzung
  • Karin Viard : Emma
  • Laurent Lucas : Simon
  • Julien Cottereau : Olivier
  • Claire Wauthion : Mutter von Emma
  • Philippe Duclos : Doktor Morin
  • Charlotte Clamens : Doktor Colombier
  • Didier Sauvegrain : Doktor Lalande
  • Fejria Deliba : Krankenschwester
  • Philippe Demarle : Mann, der Emma küsst
  • Blandine Lenoir : Krankenschwester
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Handlung

Emma, eine junge Musikerin, erfährt während ihres fünften Schwangerschaftsmonats, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Der behandelnde Chirurg Doktor Lanlande rät ihr, das Kind abzutreiben. denn Chemotherapie und radioaktive Bestrahlung würden dem Fötus schaden. Aber Emma und ihr Partner Simon setzen sich mit ihrem Entschluss durch, das Kind behalten zu wollen. Sie wollen eine zweite Meinung in einem anderen Krankenhaus einholen.

Dort treffen sie auf das Ärzteteam aus dem Onkologen Doktor Morin und der Chirurgin Doktor Colombier. Doktor Morin sieht die Möglichkeit, die Abtreibung zu vermeiden, durch eine Chemotherapie, von der er aus der wissenschaftlichen Literatur weiß, dass sie dem Fötus nicht schaden soll.

Emma und Simon wählen diesen Weg. Emma muss sich mehreren Chemotherapiesitzungen unterziehen. Durch den dadurch verursachten Haarausfall merken auch ihre Freunde, vor denen sie die Erkrankung verheimlichen will, eine Veränderung. Es kommt auch zu Konflikten mit ihrem Partner, dem sie unterstellt, schon nach der nächsten Partnerin Ausschau zu halten. Sie selbst testet ihre verbliebene Attraktivität in einem Tanzlokal, vor dem sie auf Simon gewartet hatte. Simon und Emma bleiben zusammen.

Die nächste Hiobsbotschaft wartet im siebenten Schwangerschaftsmonat auf sie: Die Chemotherapie spricht nicht mehr an, der Tumor in der linken Brust verkleinert sich nicht mehr. Doktor Morin rät zu Kaiserschnitt und Mastektomie der befallenen Brust. Im Sinne des Kindes wartet das Paar noch einen Monat.

So gelingt es Emma schließlich, ihre Tochter Juliette gesund zur Welt zu bringen. Aber Doktor Morin muss ihr am Krankenbett mitteilen, dass der Tumor noch nicht besiegt wurde. Vor ihr liege noch ein hartes Stück Arbeit. Er könne ihr „ein paar gemeinsam Jahre“ mit ihrer Tochter vorhersagen, was Emma beunruhigt.

Emma muss sich aber dafür einer weiteren höher dosierten Chemotherapie unterziehen, die ihr Immunsystem zerstören wird. Zur späteren Restitution wurden Immunstammzellen entnommen (autologe Stammzelltransplantation). Emma bleibt während dieser Behandlung in einem keimfreien Spezialraum der Krankenhauses getrennt von ihrer Tochter. Am Ende sieht man Emma mit Simon telefonieren. Simon gibt Juliette zu Hause die Flasche.

Kritik

„In der Hauptrolle bravourös verkörpert, kann der Film die Ausnahmesituation der Hauptfigur plastisch greifbar machen.“

Auszeichnungen (Auswahl)

Bei der Verleihung César 2000 wurde Hauptdarstellerin Viard als bester Darstellerin ausgezeichnet. Laurent Lucas erhielt eine Nominierung als bester Nachwuchsdarsteller. Regisseurin Sólveig Anspach wurde in der Kategorie Bestes Debüt nominiert.

Einzelnachweise

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