Hajk Awetisjan

Maler und Zeichner armenischer Herkunft From Wikipedia, the free encyclopedia

Hajk Awetisjan (armenisch Հայկ Ավետիսյան; auch Avedissian, Avetisjan, Hayk Aveti, Gevorg bzw. Georges oder Georgij Awetisyan; * 19. Dezember 1880 in Anapa; † 13. März 1963 in Krasnodar) war ein Maler und Zeichner armenischer Herkunft, der in der Sowjetunion tätig war.[1]

Leben

Hajk Awetisjan wurde 1880 in Anapa geboren. Seine künstlerische Ausbildung begann er 1901/1902 im Kunststudio von E. I. Pospolitaki in Ekaterinodar. In den Jahren 1902/1903 setzte er seine Studien an der Schule von A. P. Bolšakov in Moskau fort. Von 1903 bis 1910 hielt er sich in Paris auf, wo er an der Académie Julian sowie an der École des Beaux-Arts bei Fernand Cormon studierte. 1911 arbeitete Awetisjan in Sankt Petersburg für die Zeitschrift Teatr i iskusstwo. 1912 ließ er sich dauerhaft in Ekaterinodar, das später in Krasnodar umbenannt wurde, nieder. In den 1920er Jahren war er Mitglied der Assoziation der Künstler des revolutionären Russlands und gehörte zu den Mitbegründern der Krasnodarer Filiale. Seit 1934 war er Mitglied des Künstlerverbandes der UdSSR. Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit war er von 1922 bis 1963 als Lehrer an der Kunstfachschule in Krasnodar tätig. Er blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1963 in Krasnodar ansässig.[1]

Werk

Hajk Awetisjan schuf vorwiegend heroisch geprägte, farbintensive Landschaftsgemälde in Öl, die sich durch ihre ausgeprägten Lichtwirkungen auszeichnen. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt das im Jahr 1928 entstandene Gemälde Kazbek. Daneben schuf er thematische Bilder mit gesellschaftlichen und regionalen Bezügen. Ein bedeutender Teil seines Schaffens sind Zeichnungen. Dazu gehören die in den Jahren 1937/1938 in Bleistift ausgeführten Illustrationen zum armenischen Nationalepos David von Sasun. Zudem schuf er 1947 drei Bleistiftkompositionen zu einem Thema der armenischen Mythologie mit dem Titel Die Geburt des Kriegsgottes Wahagn.[1]

Werke Awetisjans befinden sich unter anderem in der Staatlichen Gemäldegalerie in Jerewan, darunter das Gemälde Der große Hof aus dem Jahr 1948, sowie im Bezirks-Kunstmuseum in Krasnodar. Dort werden unter anderem die Gemälde Winter und Malven (beide aus dem Jahr 1912), Bergwerke im Donbass (1933), Kazbek (1939) und Blätter aus der Skizzenserie Kasachstan (1942–1946) sowie das Gemälde Kolchos Abchasien aufbewahrt. Awetisyan stellte seit 1913 regelmäßig aus, unter anderem 1907 im Salon des Indépendants in Paris, bei der Freien Künstlergesellschaft in Sankt Petersburg sowie bei regionalen Kunstausstellungen in Krasnodar. Einzelausstellungen fanden 1955 und 1959 in Krasnodar statt.[1]

Literatur

  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.

Einzelnachweise

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