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Johann Heinrich Barthel

deutscher Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann Heinrich Barthel (* 7. Dezember 1849 in Langenselbold; † 6. September 1931 in Bremen) war ein deutscher Tischler und Politiker (SPD).

Biografie

Barthels Eltern, Johannes Barthel und Katharina Maria Hartenfeller, heirateten 1849 und lebten in Langenselbold in Hessen. Die Mutter und der Zwillingsbruder von Johann Heinrich Barthel starben bei der Geburt. Barthel besuchte die Volksschule und absolvierte eine Tischlerlehre. 1875 heiratete Barthel in Bremen die aus Stolzenau stammende Wilhelmine Rebecka Meyer. Das Paar hatte fünf Söhne und drei Töchter. Ab 1876 wird Johann Heinrich Barthel als Tischlermeister im Bremer Adressbuch aufgeführt. Er war als Tischler und von 1895 bis 1925 anfangs als Gastwirt und später als Einzelhändler tätig. Er handelte u. a. mit Auswandererbedarf in Bremen-Findorff. Seine Geschäftsräume befanden sich in der Hemmstraße und in der Admiralstraße in der Nähe des Lloydheims, einer Unterkunft für Auswanderer, die auf eine Schiffsverbindung des Norddeutschen Lloyd warteten.

Barthel war Mitglied in der SPD. Von 1899 bis 1905 war er in der 11. bis 12. Legislaturperiode Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft. Er bildete zusammen mit Friedrich Ebert und weiteren SPD-Abgeordneten eine Fraktion.

Barthels jüngster Sohn Hans Ferdinand starb im Alter von 22 Jahren während der Revolution 1918 in Bremen. Sein Sohn Friedrich trat ein Jahr nach Barthels Tod in die NSDAP ein. Ein weiterer Sohn, Johann Heinrich, heiratete bereits 1910 die Jüdin Sara Weissbraun. Der Sohn und ein Enkel mussten 1945 in einem nationalsozialistischen Lager Zwangsarbeit leisten, die Schwiegertochter überlebte ihre Inhaftierung im Ghetto Theresienstadt.

Quellen

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