Hendrik Gröttrup
deutscher Jurist, Kommunalpolitiker und Verfasser historischer Abhandlungen
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Hendrik Gröttrup (* 25. Februar 1935 in Wittmund) ist ein deutscher Jurist, ehemaliger Kommunalpolitiker und Verfasser historischer Abhandlungen. Er war von 1972 bis 1980 Stadtkämmerer und von 1980 bis 1992 Oberstadtdirektor der Stadt Salzgitter.
Leben
Nach dem Abitur am Mariengymnasium Jever 1955 studierte Gröttrup Jura an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Georg-August-Universität Göttingen. Nach dem Ersten Staatsexamen 1959 war er als Referendar in Ostfriesland tätig, sodann in Berlin bei der Senatsverwaltung für Finanzen und in einer Anwaltskanzlei, beim Landkreis Wittmund sowie beim Verwaltungsgericht und beim Oberlandesgericht Oldenburg. 1963 promovierte er in Göttingen zum Dr. jur. 1965 folgte das Zweite Staatsexamen.
Von 1965 bis 1970 war Gröttrup wissenschaftlicher Assistent beim Kommunalwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin (heute: Deutsches Institut für Urbanistik), danach bis 1972 bei der Senatsverwaltung für Finanzen in Berlin. 1972 wurde er Stadtkämmerer der Stadt Salzgitter, danach von 1980 bis 1992 deren Oberstadtdirektor - beides in der Nachfolge von Paul Intrup. Das Ende seiner Amtszeit war gekennzeichnet von der Einweihung des Denkmals zur 50-jährigen Stadtgeschichte Salzgitters (Turm der Arbeit) - einem im Stadtteil Lebenstedt aufgestellten Bronzeguss des Bildhauers Jürgen Weber.
Nach dem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst übernahm Gröttrup bis 2003 mehrere Lehr- und Gutachteraufträge in Brandenburg und arbeitete als Berater für verschiedene Träger der Entwicklungshilfe in Afrika (Südafrika, Äthiopien), Osteuropa (Polen, Estland), Russland (Sibirien), China und Südostasien (Kambodscha, Philippinen). Schwerpunkte hierbei waren Kommunalverwaltung und Daseinsvorsorge.
Gröttrup ist seit 1956/57 Mitglied der seit 1886 bestehenden Bremer Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau (BG Freiburg) - einem Freundeskreis von aktuell in Freiburg Studierenden und ehemaligen Studentinnen und Studenten - und lebt im Eilenriedestift Hannover.
Ehrungen
- Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom 13. April 1992
Werke
- Dissertation: Die Verfassung und Verwaltung des Harlinger Landes 1581-1744. Georg-August-Universität Göttingen, 1963.
- Die kommunale Leistungsverwaltung - Grundlage der gemeindlichen Daseinsvorsorge. Hrsg.: Verein für Kommunalwissenschaften (jetzt: Deutsches Institut für Urbanistik - difu), Band 37 der Schriftenreihe des Vereins für Kommunalwissenschaften Berlin. Stuttgart: Kohlhammer, 1973 (2. Aufl. 1976), ISBN 978-3-17-140051-0.
- Die zweite Stadtgründung im Spannungsfeld Bund - Land - Kommune - Konzern. In: Salzgitter. Geschichte und Gegenwart einer deutschen Stadt 1942-1992 (Hrsg.: Wolfgang Benz). München: Beck, 1992, ISBN 3-406-35573-0, S. 439–479.
- Stadt im Aufbruch (Salzgitter-Sichten, Band 1, Hrsg.: Stadt Salzgitter). Braunschweig: Appelhans, 2007, ISBN 978-3-937664-74-3.
- Wilhelm Wassmuss: Der deutsche Lawrence. Berlin: Metropol Verlag, Berlin, 2013, ISBN 978-3-86331-137-7 (übersetzt ins Persische/Farsi).
- Neue Ufer - David Fabricius in seiner Zeit. Oldenburg: Isensee Verlag, 2019, ISBN 978-3-7308-1479-6.
Literatur
- Jörg Leuschner, Klaus Karich: Jürgen Weber - Monument zur Stadtgeschichte Salzgitters: Turm der Arbeit (Hrsg.: Stadt Salzgitter). Salzgitter: Appelhans, 1992, ISBN 3-930292-02-5.
- Jörg Leuschner: Lebenslauf. In Hendrik Gröttrup: Stadt im Aufbruch (Salzgitter-Sichten, Band 1, Hrsg. Stadt Salzgitter). Braunschweig: Appelhans, 2007, ISBN 3-406-35573-0, S. 10 f.
- Heinrich von Spreckelsen, Henrike Sahnwaldt: Bremer Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau seit 1886. Die Chronik. Bremen: Förderverein der Bremer Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau, 2016, S. 213.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gröttrup, Hendrik |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist, Kommunalpolitiker und Verfasser historischer Abhandlungen |
| GEBURTSDATUM | 25. Februar 1935 |
| GEBURTSORT | Wittmund |