Hermann Bode (Widerstandskämpfer)
deutscher Politiker (KPD), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
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Hermann Bode (* 1. Februar 1911 in Braunschweig; † 9. Juni 1944 in Amaliada, Griechenland) war ein deutscher KPD-Politiker und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.

Leben
Hermann Bode wuchs zusammen mit vier Geschwistern unter ärmlichen Verhältnissen in Braunschweig auf.[1] Sein Vater war im Ersten Weltkrieg gefallen. Bode schloss sich dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands an und wurde 1931, als 20-Jähriger, über die Liste der KPD in den Braunschweiger Stadtrat gewählt und 1933 wiedergewählt.
Nach Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurde er aufgrund von Widerstandsaktionen 1933 verhaftet und wegen „Hochverrats“ zu einer Haftstrafe verurteilt, die er bis 1935 im Gefängnis Wolfenbüttel absaß. Am Tag seiner Entlassung wurde er wieder festgenommen und ins Konzentrationslager Dachau eingewiesen. 1939 wurde er aus dem Konzentrationslager entlassen. Er heiratete Dora Meinecke und bekam mit ihr zwei Kinder. Bode arbeitete als Dreher im Libra-Werk Braunschweig.
Er nahm Kontakt zum kommunistischen Widerstand auf, wurde 1942 erneut verhaftet und zu einer Haftstrafe verurteilt. Nach der Entlassung wurde Bode 1943 in das „Bewährungsbataillon 999“ der Wehrmacht eingezogen. Er wurde im Krieg gegen griechische Partisanen eingesetzt und gründete mit sechs Kameraden den illegalen Verband der deutschen Antifaschisten auf dem Peloponnes.
Am 9. Juni 1944 wurde er gemeinsam mit sechs Kameraden in Amaliada wegen „Kriegsverrats“ zum Tode verurteilt und hingerichtet.[2]
Ehrungen
In Braunschweig erinnert ein Stolperstein an Hermann Bode.[1]
Auf einer Gedenkstele auf dem Kazanzakisplatz in Amaliada steht sein Name, neben denen von Willi Dehmel, Werner Illmer, Johann Juchelka, Rudolf Kalb, Franz Schneider, Heinz Steyer und Hinrich Warnken.[3]
Der griechische Dokumentarfilm 999 von Kostas Stamatopoulos dokumentierte 2025 den Bau der Gedenkstele und die Geschichte der dort geehrten Widerstandskämpfer.[3]
Literatur
- Hans-Peter Klausch: Hermann Bode (1911 bis 1944). Ein Braunschweiger Stadtverordneter im Kampf gegen Faschismus und Krieg. (= Reihe: Biographien europäischer Antifaschisten. Bd. 6), Berlin: Trafo Verlag Weist 1999. 228 S.
Weblinks
- Hermann Bode – ein Vorbild für Braunschweiger auf kramerwf.de.
- Bode, Hermann auf personen.niedersaechsische-bibliographie.de.
- Ein "Stolperstein" für Hermann Bode (1911 - 1944) auf friedenszentrum.info.