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Hermann Küster (Komponist)

deutscher Komponist und Domorganist in Berlin From Wikipedia, the free encyclopedia

Hermann Küster (* 14. Juli 1817 in Templin; † 17. März 1878 in Herford) war ein deutscher Komponist und Organist.

Leben

Küster erhielt am Gymnasium in Prenzlau eine Schulbildung. In Templin erhielt er durch den örtlichen Kantor seine erste musikalische Ausbildung. Nachdem der Direktor des Königlichen Musik-Instituts Berlin August Wilhelm Bach auf ihn aufmerksam geworden war, konnte er dort sowie an der Preußischen Akademie der Künste Musik studieren, wobei er unter anderem unter Ludwig Berger und Carl Friedrich Rungenhagen studierte. Bereits in dieser Zeit wurde er mehrfach durch Preise ausgezeichnet und erste Kompositionen fanden Aufführung.

Küster erhielt 1845 eine Stelle als Musikdirektor in Saarbrücken, kehrte jedoch 1852 nach Berlin zurück. Dort wurde er Gesangs- und Musiklehrer. Er unterrichtete außerdem als Gesangslehrer zunächst am Luisenstädtischen Gymnasium, dann am Friedrichswerderschen Gymnasium. 1857 wurde er als Nachfolger von Eduard Grell Hof-Domorganist und königlicher Musikdirektor in Berlin.

Küster wurde 1874 durch Kaiser Wilhelm I. mit dem Titel eines Professors ausgezeichnet. 1877 musste er sich aus gesundheitlichen Gründen von allen Stellen zurückziehen und zog nach Herford, wo er kurz darauf starb.

Werke (Auswahl)

  • Die Erscheinung des Kreuzes: dramatisches Oratorium in zwei Abtheilungen, um 1844.
  • Sechs Lieder: gedichtet von Caroline Caspari: für eine Alt-Stimme mit Piano-Forte Begleitung und der Dichterin freundlichst zugeeignet, Schott, Mainz 1847.
  • Populäre Vorträge über Bildung und Begründung eines musikalischen Urtheils: mit erläuternden Beispielen, 2 Bände, Breitkopf und Härtel, Leipzig 1871–1872.
  • Johannes der Evangelist: dramatisches Oratorium in drei Theilen.
  • Hermann der Deutsche: lyrisches Volksdrama in zwei Theilen.

Literatur

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