Europäische Höhlensalamander

Gattung der Familie Lungenlose Salamander (Plethodontidae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Gattung Hydromantes, auch als Europäische Höhlensalamander oder im englischen als web-toed-salamanders bezeichnet, ist eine Gattung der Lungenlosen Salamander. Sie besteht aus 13 Arten, die in Europa und Nordamerika vorkommen. Der taxonomische Status ihrer Untergattungen ist umstritten.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Europäische Höhlensalamander
Systematik
ohne Rang: Amphibien (Lissamphibia)
Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Überfamilie: Salamanderverwandte (Salamandroidea)
Familie: Lungenlose Salamander (Plethodontidae)
Unterfamilie: Waldsalamander (Plethodontinae)
Gattung: Europäische Höhlensalamander
Wissenschaftlicher Name
Hydromantes
Gistel, 1848
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Taxonomie

Genés Höhlensalamander (Atylodes genei)
Mount-Lyell-Salamander (Hydromantes platycephalus)
Italienischer Höhlensalamander (Hydromantes italicus)
Monte-Albo-Höhlensalamander (Hydromantes flavus)

Die Gattung wurde 1848 von Gistel aufgestellt, der auch 1843 die Untergattung Hydromantes und 1868 die Untergattung Atylodes beschrieb. 1984 wurde von Alain Dubois die Untergattung Speleomantes für die europäischen Vertreter der Gattung aufgestellt. In neuerer Zeit wird die Untergattung Speleomantes häufig wieder verworfen und die Vertreter schlicht zur Gattung Hydromantes gestellt. Der Genés Höhlensalamander wird manchmal in die eigene Gattung Atylodes gestellt, oft aber auch der Untergattung Speleomantes bzw. Hydromantes zugeordnet oder in die eigene Untergattung Atylodes gestellt.[1] Der Name Europäische Höhlensalamander ist irreführend, da die Gattung Hydromantes auch in Nordamerika vertreten ist.

Verbreitung

Die fünf nordamerikanischen Vertreter der Gattung leben endemisch in Nordkalifornien. Der Italienische Höhlensalamander, Ambrosis Höhlensalamander und der Ligurische Höhlensalamander besiedeln das europäische Festland vom äußersten Südosten Frankreichs über Ligurien bis in das zentrale Italien. Die übrigen fünf Arten haben kleine, voneinander abgetrennte Verbreitungsgebiete auf Sardinien.

Arten

Gefährdung

Die IUCN listet die meisten Arten als nicht gefährdet, potentiell gefährdet oder gefährdet. Lediglich der Sopramonte-Höhlensalamander wird als stark gefährdet klassifiziert.[2][3]

Literatur

  • Dieter Glandt: Die Amphibien und Reptilien Europas: Alle Arten im Porträt. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2015, ISBN 978-3-494-01581-1.
  • Axel Kwet: Reptilien und Amphibien Europas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-10237-8.
  • Andreas Nöllert, Christel Nöllert: Die Amphibien Europas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1992, ISBN 3-440-06340-2.
  • Stephen M. Deban, James C. O’Reilly, Ursula Dicke, Johan L. van Leeuwen: Extremely high-power tongue projection in plethodontid salamanders. In: Journal of Experimental Biology. Band 210, 2007, S. 655–667, doi:10.1242/jeb.02664.
  • Irma Nardi, Renata Batistoni, Silvia Marracci, Benedetto Lanza: Repetitive DNA components of the large Hydromantes genome: Phylogenetic and molecular aspects. In: Herpetologica. Band 55, Nr. 2, 1999, S. 131–139.

Einzelnachweise

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