2,3-Dihydroxyanthrachinon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

2,3-Dihydroxyanthrachinon, auch bekannt als Hystazarin, ist eine organische Verbindung aus der Stoffgruppe der Anthrachinone (genauer der Dihydroxyanthrachinone).

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von 2,3-Dihydroxyanthrachinon
Allgemeines
Name 2,3-Dihydroxyanthrachinon
Andere Namen
  • Hystazarin
  • Hystazin
  • 2,3-Dihydroxy-9,10-anthracendion
  • 2,3-Dihydroxy-9,10-anthrachinon
Summenformel C14H8O4
Kurzbeschreibung

Gelb-braune Nadeln[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 483-35-2
PubChem 11031986
ChemSpider 9207160
Wikidata Q43685794
Eigenschaften
Molare Masse 240,21 g·mol−1
Aggregatzustand

Fest

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

2,3-Dihydroxyanthrachinon wurde 1888 von Carl Liebermann entdeckt. Er nannte es Hystazarin.[3]

Vorkommen

Indischer Krapp (Rubia cordifolia)

Hystazarin kommt als 2-Hydroxy-3-methoxyanthrachinon im indischen Krapp (lat. Rubia cordifolia) vor.[5]

Gewinnung und Darstellung

Das Derivat aus dem indischen Krapp lässt sich durch Erhitzen mit konz. Salzsäure unter Abspaltung von Chlormethyl zu Hystazarin umwandeln.[5]

Werden Brenzcatechin und Phthalsäureanhydrid zusammen mit Schwefelsäure erhitzt, so entsteht neben Alizarin überwiegend Hystazarin.[3] Kondensiert man Brenzcatechin und Phthalsäureanhydrid aber vorher in einer Natrium-Aluminiumchloridschmelze, so lässt sich eine Ketosäure erhalten, welche durch Erhitzen mit Schwefelsäure beinahe reines Hystazarin (90 % Ausbeute) ergibt.[6]

Synthese von 2,3-Dihydroxyanthrachinon
Synthese von 2,3-Dihydroxyanthrachinon

Wird Hystazarindimethylether mit Bromwasserstoffsäure vermischt, so entsteht nach längerem Erhitzen reines Hystazarin unter Abspaltung von Brommethan.[7]

Einzelnachweise

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