Iheringameisenschlüpfer

Art der Gattung Myrmotherula From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Iheringameisenschlüpfer (Myrmotherula iheringi) zählt innerhalb der Familie der Ameisenvögel (Thamnophilidae) zur Gattung Myrmotherula.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Iheringameisenschlüpfer

Iheringameisenschlüpfer (Männchen) in Brasilien

Systematik
Unterordnung: Schreivögel (Tyranni)
Familie: Ameisenvögel (Thamnophilidae)
Unterfamilie: Thamnophilinae
Tribus: Formicivorini
Gattung: Myrmotherula
Art: Iheringameisenschlüpfer
Wissenschaftlicher Name
Myrmotherula iheringi
Snethlage, E., 1914
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Die Art kommt im westlichen Amazonasbecken in Brasilien, Peru und im äußersten Nordwesten Boliviens vor.

Verbreitungsgebiet (grün) des Iheringameisenschlüpfers

Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tieflandwald, Terra Firme und Übergangszonen bis 400 m Höhe.[2]

Das Artepitheton bezieht sich auf Hermann von Ihering.[3]

Merkmale

Der Vogel ist 8 bis 10 cm groß und wiegt zwischen 7 und 9 g. Der Schwanz ist mäßig kurz. Das Männchen ist auf der Oberseite dunkelgrau mit verstecktem weißen Interskapularfleck, schwarzen Flügeldecken mit weißen Spitzen. Kehle, oberer Brustbereich und Mitte des unteren Brustbereiches sind schwarz, die übrige Unterseite grau. Das Weibchen hat eine blass-blaugraue Oberseite, eine weißliche Kehle und blass gelbbraune Unterseite. Jungvögel ähneln den Weibchen, allerdings mit fleckig schwarzer Kehle.[2]

Geografische Variation

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[1][4]

  • M. i. heteroptera Todd, 1927 – Südostperu, Brasilien im südwestlichen Amazonasbecken und Nordwestbolivien
  • M. i. iheringi Snethlage, E., 1914, Nominatform – Amazonasbecken in Brasilien
  • M. i. oreni Miranda et al., 2013 – Westbrasilien (Acre) und Nordwestbolivien (Departamento Pando)[5]

Stimme

Der Gesang wird als Folge von intensiven, nach unten gerichteten Tönen in gleicher Länge mit gleichbleibender Geschwindigkeit und Tonhöhe beschrieben.[2]

Lebensweise

Die Nahrung besteht aus Insekten, wohl auch Spinnen, die einzeln, paarweise oder in Familiengruppen, gern auch in gemischten Jagdgemeinschaften bevorzugt in 3 bis 10 m über dem Erdboden gejagt werden.

Die Brutzeit ist nicht bekannt.[2]

Gefährdungssituation

Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[6]

Literatur

  • E. Snethlage: Myrmotherula iheringi. In: Ornithologische Monatsberichte, Band 22, S. 41, 1914, Biodiversity Library.org.

Einzelnachweise

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