Indulin

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Indulin (klassische Bezeichnung Indulin spritlöslich, systematische Bezeichnung nach Colour Index Solvent Blue 7) ist ein rotstichig blauer bis marineblauer Phenazinfarbstoff, der aus einer komplexen Mischung verschieden substituierter 5-Phenylphenaziniumchloride wie beispielsweise Aminodianilino-[S 1], Trianilino-[S 2] und Tetraanilinophenylphenaziniumchlorid[S 3] besteht.[2] Er war einer der ersten synthetischen Farbstoffe und wurde 1863 von John Dale und Heinrich Caro entdeckt und patentiert.[3]

Schnelle Fakten Sicherheitshinweise ...
Sicherheitshinweise
Name
  • C.I. Solvent Blue 7
  • C.I. 50400
CAS-Nummer

8004-98-6

EG-Nummer

232-333-4

ECHA-InfoCard

100.029.392

GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302411
P: ?
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Indulin erhält man bei der Reaktion von Aniliniumchlorid mit p-Aminoazobenzol, wobei sich die Zusammensetzung im Laufe der Reaktion kontinuierlich verändert. Die Reaktionsprodukte unterschiedlicher Zusammensetzung werden daher auch allgemein als Induline bezeichnet.[4]


Synthese von Indulin aus Aniliniumchlorid und p-Aminoazobenzol

Indulin ist ein in Ethanol lösliches blauschwarzes oder braunschwarzes Pulver, das zur Herstellung schwarzer Spritlacke, als Rußzusatz im Zeitungsdruck sowie als Indigo-Ersatz im Kattundruck verwendet wird. Durch Sulfonierung wird Indulin spritlöslich in Indulin wasserlöslich umgewandelt, das sich als Natriumsalz zum Färben von Wolle und Seide eignet.[5]

Einzelnachweise

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