Iwan Choma

ukrainischer katholischer Bischof From Wikipedia, the free encyclopedia

Iwan Choma (ukrainisch Іван Хома; * 27. November 1923 in Chyriw/Chyrów, Woiwodschaft Lwów, Polen (heute Ukraine); † 3. Februar 2006 in Rom, Italien) war ein ukrainischer griechisch-katholischer Priester und Bischof.

Leben

Iwan Choma wuchs als Sohn eines Bahnarbeiters im galizischen Chyriw auf, das in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zur Republik Polen gehörte und heute im ukrainischen Oblast Lwiw liegt. Er besuchte das Gymnasium in Sambir und dann in Przemyśl, das während des Zweiten Weltkriegs direkt an der Grenze zwischen dem von NS-Deutschland und dem von der Sowjetunion besetzten Gebiet lag. Choma emigrierte 1946 wegen der Verfolgung der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine und Polen nach Rom, wo er am Päpstlichen Kolleg Urbaniana und dem Päpstlichen Ukrainischen Kolleg studierte.[1]

Er wurde am 29. Juni 1949 von Bischof Ivan Bučko (dem Apostolischen Visitator der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in Westeuropa) zum Priester geweiht, als dessen Assistent Choma nach dem Abschluss seines Doktorats in Theologie 1951 arbeitete. Nach der Entlassung von Jossyf Slipyj, dem Großerzbischof von Lemberg, aus dem sowjetischen Gulag und dessen Ausreise nach Rom 1963 wurde Choma zu dessen Kanzler und erstem Sekretär.[1] Von 1965 bis 1999 lehrte er Kirchengeschichte an der Ukrainisch-katholischen Exil-Universität St. Clemens in Rom, deren Rektor er von 1985 bis 2001 war.

Kardinal Jossyf Slipyj weihte ihn am 2. April 1977 – ohne Abstimmung mit dem Vatikan[1] – zum Bischof für die vakante Eparchie Przemyśl, Sambor und Sanok. In dieser Zeit ernannte der Großerzbischof Slipyj (als geistliches Oberhaupt der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche) aufgrund eines Zerwürfnisses mit dem Papst eigenmächtig Bischöfe. Zudem lag das ehemalige Diözesangebiet der Eparchie Przemyśl, Sambor und Sanok teils in Polen, teils in der Sowjetunion, wo der im Exil in Rom residierende Choma keine Wirkung entfalten konnte. Seine Bischofsweihe wurde erst am 22. Februar 1996 von Johannes Paul II. anerkannt. In der Zwischenzeit hatte dieser aber bereits 1991 Jan Martyniak zum neuen Diözesanbischof von Przemyśl und 1993 Julian Woronowskyj zum Bischof der neuerrichteten Eparchie Sambir-Drohobytsch ernannt. Stattdessen ernannte der Papst Choma zum Titularbischof von Patara.[1]

Nach seinem Tod wurden Chomas sterbliche Überreste in der Krypta der Kirche Santa Sofia a Via Boccea in Rom beigesetzt.[1]

Einzelnachweise

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