Jürgen Jost

deutscher Mathematiker, Leibniz-Preisträger From Wikipedia, the free encyclopedia

Jürgen Jost (* 9. Juni 1956 in Münster) ist ein deutscher Mathematiker und emeritierter Professor. Er war von 1996 bis 2022 Direktor am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig.

Jürgen Jost (rechts) 2008 mit Yum-Tong Siu und Mina Teicher

Leben und Wirken

Nach dem Abitur am Gymnasium Zitadelle in Jülich studierte er seit 1975 Mathematik, Physik, Volkswirtschaftslehre und Philosophie an der Universität Bonn. 1980 wurde er an der Universität Bonn bei Stefan Hildebrandt in Mathematik promoviert (Titel der Dissertation: Eineindeutigkeit harmonischer Abbildungen).[1] Im Jahr 1984 habilitierte er sich an der Universität Bonn ebenfalls auf dem Gebiet der Mathematik.[2]

Nach seiner Habilitation übernahm Jost an der Ruhr-Universität Bochum den Lehrstuhl für Mathematik X, Analysis. In dieser Zeit war er Koordinator des Vorhabens „Stochastische Analysis und Systeme mit unendlich vielen Freiheitsgraden“ im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 237, das von Juli 1987 bis Dezember 1996 durchgeführt wurde. Für seine Arbeiten erhielt er 1993 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Seit 1996 war er Direktor und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig. Damit folgte er nach mehr als 10-jähriger Arbeit in Bochum dem Angebot des Max-Planck-Instituts, um „neue Forschungsprobleme im Grenzbereich zwischen Mathematik und den Naturwissenschaften anzupacken und gleichzeitig die mathematische Forschung in Deutschland insbesondere in den Bereichen der Geometrie und Analysis zu fördern“.[3] In Leipzig wurde er 1998 auch Honorarprofessor an der Universität Leipzig. 2002 initiierte er dort mit zwei weiteren Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts das Interdisziplinäre Zentrum für Bioinformatik (IZBI). 1999 gründete er das Journal of the European Mathematical Society.

1986 war Jost Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Berkeley (Two dimensional geometric variational problems).

Forschungsgebiete

Ehrungen und Mitgliedschaften

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

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