Jean-Noël Rey
Schweizer Beamter, Manager und Politiker (SP)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Jean-Noël Rey (* 23. Dezember 1949 in Siders, Schweiz; † 15. Januar 2016 in Ouagadougou, Burkina Faso; heimatberechtigt in Chermignon, Mollens und Montana) war ein Schweizer Beamter, Manager und Politiker (SP).


Leben
Rey wurde 1978 an der Universität Genf mit einer Dissertation zur schweizerischen Gewerkschaftsbewegung[1] zum Dr. sc. éc. et soc. promoviert.
Nachdem er persönlicher Mitarbeiter des damaligen Bundesrates Otto Stich gewesen war, wurde Rey 1990 zum Generaldirektor Postdepartement PTT ernannt.[2] Er war der letzte als Beamte angestellte Generaldirektor der Schweizerischen Post.[3] Er wurde 1998 entlassen, nachdem unter anderem Vorwürfe wegen Vetternwirtschaft aufgekommen waren. Zu einer Verurteilung kam es allerdings nicht.[4] 2001 wurde Rey Generaldirektor der Schweizer Niederlassung des Paketverteilers DPD.[4] 2004 trat er von dieser Stelle zurück.[5] 2013 wurde er zum Verwaltungsratspräsidenten der Handelskammer Schweiz-Frankreich gewählt.[6] Er sass zudem in mehreren Verwaltungsräten.[7]
Jean-Noël Rey wurde im Januar 2016, zusammen mit Georgie Lamon und weiteren 27 Personen, bei einem islamistischen Terroranschlag im westafrikanischen Burkina Faso im Alter von 66 Jahren getötet.[3] Die beiden Schweizer befanden sich dort vor Ort, um die Kantine einer Schule einzuweihen.[8]
Rey war in zweiter Ehe verheiratet und Vater von zwei Kindern.[7]
Politische Ämter
Rey gehörte der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz an. Während der 47. Legislaturperiode (2003–2007) war er Mitglied des Nationalrates. 2007 kandidierte der Unterwalliser auf der Liste der SP Oberwallis,[9] schaffte aber die Wiederwahl nicht.
Weblinks
- Jean-Noël Rey auf der Website der Bundesversammlung
- Publikationen von und über Jean-Noël Rey im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
- Website von Jean-Noël Rey ( vom 25. Februar 2012 im Internet Archive)
- Doris Kleck: Der Linke, der die Post umkrempelte. Nachruf in: Tages-Anzeiger vom 17. Januar 2016 (Archiv).
- Paul Schneeberger: Rote und gelbe Konstanten. Nachruf in: Neue Zürcher Zeitung vom 17. Januar 2016.