Jesuína Maria Ferreira Gomes
osttimoresische Politikerin und Beamtin
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Jesuína Maria (Nina) Ferreira Gomes ist eine osttimoresische Politikerin, Beamtin und Menschenrechtlerin. Sie stammt aus Ermera.

Werdegang
Gomes hat einen Master-Titel in Öffentlicher Verwaltung inne. An der University of Hawaiʻi at Mānoa absolvierte sie ein Aufbaustudium, das sie mit einer Promotion abschloss.[1] Von 1991 bis 1994 schloss Gomes ein Diplom III in Regierungswissenschaften an der Hochschule für Innere Angelegenheiten (STPDN) im indonesischen Jatinangor ab.[2] Ab 1994 arbeitete Gomes im öffentlichen Dienst als Verwaltungsassistentin der indonesischen Provinzregierung von Timor Timur. Zwischen 1995 und 1997 war sie Sekretärin und amtierende Chefin der Subdistriktsverwaltung von Atabae.[3] Von 1997 bis 1999 erwarb Gomes einen Bachelor of Government Science mit Schwerpunkt Regierungsmanagement (DRA) am Institut für Regierungsstudien (IIP) in Jakarta.[2]
Im Jahr 2000 unterrichtete Gomes an der Universidade Nasionál Timór Lorosa’e (UNTL) im Fach Öffentliches Management.[3] Dann absolvierte sie von 2002 bis 2004[4] ein Masterstudium für Öffentliche Verwaltung an der University of Hawaiʻi (UH). Wieder in Osttimor arbeitete Gomes für verschiedene internationale Hilfsorganisationen (Friedenscorps, USAID, AusAid) und unterrichtete wieder an der UNTL. Im Juli 2009 wurde sie Generalinspekteurin im Ministerium für Staatsadministration.[3] Am 13. Oktober desselben Jahres wurde Gomes vom Nationalparlament Osttimors zur Kommissarin der Comissão da Função Pública (CFP, deutsch Kommission des öffentlichen Dienstes) ernannt.[5] Das Amt hatte sie bis 2015 inne.[6]
Gomes wechselte als neue stellvertretende Ombudsfrau für Good Governance in die Provedoria dos Direitos Humanos e Justiça (PDHJ, deutsch Ombudsrat für Menschenrechte und Recht). Die Vereidigung fand am 14. Januar statt.[7] Hier trieb sie Untersuchungen zu administrativen Ungerechtigkeiten und Reformen zum Schutz der Bürgerrechte voran.[1] 2018 wurde Gomes vom Parlament zur Ombudsfrau der PDHJ gewählt.[8] Gomes wurde zuständig für die Bearbeitung von Beschwerden, die Überwachung der Einhaltung staatlicher Vorgaben, die Aufklärung der Öffentlichkeit über Menschenrechte und Präventionsmaßnahmen gegen Menschenrechtsverletzungen. Gleichzeitig entwickelt sie den strategischen Plan der Ombudsstelle für 2019 bis 2020 und bewältigt die Ressourcenengpässe während der COVID-19-Pandemie.[1] Das Amt hatte sie bis 2022 inne.
2023 wurde Gomes zivile Stabschefin von Staatspräsident José Ramos-Horta.[9] Am 4. März 2026 wurde sie zur stellvertretenden Außenministerin ernannt und am 5. März vereidigt.[1]
Sonstiges
Gomes spricht neben Tetum fließend Indonesisch und Englisch und hat mittlere Kenntnisse von Portugiesisch. Sie ist Trägerin des Ordem de Timor-Leste (Grand Collar).[2]