Jindřichova Ves
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Jindřichova Ves (deutsch Heinrichsdorf) ist ein Ortsteil von Kalek in Tschechien.
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Ústecký kraj | |||
| Bezirk: | Chomutov | |||
| Gemeinde: | Kalek | |||
| Geographische Lage: | 50° 34′ N, 13° 18′ O | |||
| Höhe: | 750 m n.m. | |||
| Einwohner: | 63 (2011[1]) | |||
| Postleitzahl: | 431 32 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | U | |||
Geographie
Geschichte

Jindřichova Ves gehört zu den jüngsten Orten der Umgebung. Gegründet wurde es 1775 durch den Grafen Heinrich von Rottenhan als Siedlung für Waldarbeiter und Köhler. Den ursprünglichen Namen Heinrichsdorf erhielt sie vom Gründer, einem bedeutenden Unternehmer seiner Zeit. Die ersten Siedler waren nach Überlieferungen meist die Zweitgeborenen der Landwirte aus Märzdorf und Neudorf. Die Köhler kamen aus Hessen. Zwölf Jahre nach der Gründung standen hier schon 26 Häuser; 1846 hatte das Dorf 431 Einwohner. Es waren jetzt Holzarbeiter, Steinbrucharbeiter und Nagelschmiede. Fast jedes zweite Haus hatte eine Werkstatt, in der Nägel vor allem für die Eisenbahn und Schifffahrt hergestellt werden. Eingeführt wurde dieses Gewerbe von Anton Heeg, der nach seinen Wanderjahren im Ausland 1870 eine selbst entwickelte Maschine zu Nagelherstellung baute. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Produktion meist eingestellt, weil die Nadelfabriken in der Umgebung die handwerkliche Fertigung unrentabel machten. Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Ort Lazarette erbaut. Im Restaurant Kosch wurden tschechische Ärzte und Kaufleute arretiert, die mit jüdischen Frauen verheiratet waren und als Zwangsarbeiter im Wald beschäftigt.
Heinrichsdorf gehörte zur Pfarrei Kallich (Kalek) und bildete seit 1850 auch einen Ortsteil der Gemeinde Kallich. Ab 1890 gehörte das Dorf zur Gemeinde Natschung. 1892 wurde die kleine Kapelle erbaut. Seit 1960 gehört der Ort wieder zu Kalek. Im Jahre 2001 bestand das Dorf aus 20 Häusern, in denen 44 Menschen lebten.
Ortsgliederung
Jindřichova Ves ist Teil des Katastralbezirkes Načetín u Kalku.
Sehenswürdigkeiten
Südwestlich des Ortes liegt der Naturpark Novodomské rašeliniště, ein breit sich ausdehnendes Moorgebiet. Die Tiefe des Moores beträgt bis zu 7,5 Meter.
Entwicklung der Einwohnerzahl
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Literatur
- R. Reisinger: Die Nagelschmiede in Natschung und Heinrichsdorf. In: Erzgebirgs-Zeitung, 48. Jahrgang, 1927, S. 44–47. (Digitalisat)
