Joachim Erdtmann
deutscher Hochschullehrer für allgemeine und spezielle Botanik
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Leben
Familie
Joachim Erdtmann stammte aus einer Gärtnerfamilie; sein Vater Gustav Erdtmann war Gärtnermeister, seine Mutter war Maria, geb. Kleist.
Joachim Erdtmann war verheiratet mit Anneliese Erdtmann
Ausbildung und beruflicher Werdegang
Nach seinem Abitur 1957 an der Schule (siehe Goethe-Gymnasium Nauen) in Nauen studierte Erdtmann von 1957 bis 1960 Biologie und Chemie mit dem Schwerpunkt Lehramt für die Mittelstufe an der Pädagogischen Hochschule Potsdam.
Seine berufliche Karriere begann 1960 als Lehrer in Löwitz im Kreis Anklam in Vorpommern, wo er bis 1962 tätig war. Im Anschluss trat er 1962 an der Pädagogischen Hochschule Güstrow in die Sektion Biologie und Chemie ein, wo er zunächst als Assistent und später als Oberassistent arbeitete. Parallel war er von 1972 bis 1976 Wissenschaftlicher Sekretär beim Direktor für Erziehung und Ausbildung, bevor er von 1976 bis 1982 erneut als Oberassistent tätig war. Ein Forschungsaufenthalt an der Biologischen Fakultät der Universität Moskau in den Jahren 1977 bis 1978 legte den Grundstein für seine weitere wissenschaftliche Laufbahn.
Akademische Karriere
Nach seinem Studium erwarb Erdtmann 1960 das Staatsexamen für Mittelstufe Biologie und Chemie an der Pädagogischen Hochschule Potsdam. Er setzte seine akademische Ausbildung fort und erhielt 1963 das Staatsexamen für die Oberstufe im Fach Biologie. Darauf aufbauend promovierte er 1970 an der Pädagogischen Hochschule Potsdam zum Dr. rer. nat. mit einer Dissertation über das Regenerationsverhalten von Conocephalum conicum unter besonderer Berücksichtigung des Phosphat-Stoffwechsels. Seine Habilitation erfolgte 1981 ebenfalls in Potsdam mit dem Titel Dr. sc. nat. auf dem Gebiet der Botanik; seine Habilitationsschrift behandelte Untersuchungen zur Einlagerung von Stickstoffverbindungen in die reifende Roggenkaryopse.
Von 1982 bis 1986 wirkte Erdtmann als außerordentlicher Dozent für Botanik an der Pädagogischen Hochschule Güstrow. Zusätzlich war er von 1985 bis 1990 im Amt des Sektionsdirektors an der Pädagogischen Hochschule Güstrow. Von 1986 bis 1991 war er ordentlicher Professor für allgemeine und spezielle Botanik am Fachbereich Biologie der Pädagogischen Hochschule Güstrow. Nach der Wiedervereinigung folgte er 1991 einem Ruf als ordentlicher Professor an die Universität Rostock, wo er an der Außenstelle Güstrow unterrichtete. Erdtmann übernahm ab 1992 ergänzende Lehraufträge an der Universität Rostock sowie an der Pädagogischen Hochschule Flensburg.
Wissenschaftliche Arbeiten
Erdtmann trug zur Fachliteratur bei und war Mitautor des Lehrmaterials Pflanzenphysiologisches Praktikum", das 1973 in Potsdam veröffentlicht und bis 1987 in unveränderten Nachdrucken verbreitet wurde und sich zur Ausbildung von Diplomlehrern in Biologie bewährte.
Schriften (Auswahl)
- Das Regenerationsverhalten von Conocephalum conicum L. unter besonderer Berücksichtigung des Phosphat-Stoffwechsels. 1970.
- Rolf Buschbeck; Wolfgang Hartmann; Joachim Erdtmann: Pflanzenphysiologisches Praktikum. Lehrmaterial zur Ausbildung von Diplomlehrern Biologie. Potsdam 1973.
- Untersuchungen zur Einlagerung von Stickstoffverbindungen in die reifende Roggenkaryopse. 1981.
Literatur
- Eintrag im Katalog und Anhang/Dokumente (Publikationsverzeichnis) zu Joachim Erdtmann im Catalogus Professorum Rostochiensium.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Erdtmann, Joachim |
| ALTERNATIVNAMEN | Erdtmann, Joachim Wolf Gustav (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Hochschullehrer für allgemeine und spezielle Botanik |
| GEBURTSDATUM | 28. März 1939 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 2. Juli 1996 |
| STERBEORT | Rostock |