Joachim Spies (Künstler)

deutscher Künstler und Kunstpädagoge From Wikipedia, the free encyclopedia

Joachim Spies (* 8. Januar 1930 in Berlin; † 2. März 1994 in Marburg) war ein deutscher Künstler und Kunstpädagoge und tätig als Bildhauer, Maler, Grafiker und Entwerfer von Glasfenstern in Marburg; er signierte als Jochen Spies.

Leben

Ab 1945 lebte der 1930 in Berlin geborene Joachim Spies in Marburg, wo er 1951 sein Abitur machte. Für sein Studium besuchte er von 1951 bis 1958 verschiedene Kunsthochschulen und studierte in Stuttgart bei Karl Rössing, in Salzburg bei Oskar Kokoschka und in Berlin bei Karl Schmidt-Rottluff und Huth, worauf er 1958 an der dortigen Hochschule für bildende Künste zum Meisterschüler ernannt wurde. 1961 führte ihn ein längerer Aufenthalt nach Ibiza, ab 1962 hatte er (bis 1981) Lehraufträge für Radierungen und graphische Techniken an den Universitäten Gießen und Frankfurt. Von 1975 bis 1992 war er Professor für künstlerische Grundlagen im Fachbereich Architektur an der Fachhochschule Köln, unterbrochen von einem Forschungssemester im Jahr 1986/87, das er unter dem Thema „Das Ghetto von Venedig“ in der Lagunenstadt verbrachte. 1994 starb er in Marburg.

Werke

Portal der Markuskirche in Kassel, 1968
  • 1963: Entwurf für ein Fenster der Heresbachkapelle im kath. St.-Willibrord-Dom zu Wesel
  • 1963: Entwurf für Fenster der ev. Kirche in Ottrau
  • 1965/69: Entwurf für Altarkreuz der ev. Kirche zu Sorga bei Bad Hersfeld
  • 1967/68: Entwurf für Fenster in der ev. Kirche zu Bronnzell bei Fulda
  • 1967/68: Entwurf für Fenster, Wandgestaltung und Relief der ev. Martinskirche zu Bad Hersfeld
  • 1968: Eingangsportal der ev. Markuskirche in Kassel
  • 1968: Entwurf für Fenster der ev. Kirche in Wangershausen
  • 1970/71: Entwurf für Fenster der ev. Lukaskirche zu Reinhardshausen
  • 1972: Entwurf für Fenster der ev. Kirche zu Heringen
  • 1974: Entwurf für Fenster, Wandgestaltung und Türgriffe der ev. Kirche in Schwalefeld

Publikationen

Zeichenlehre

Zeichenlehre ist ein Lehrbuch des deutschen Gestaltungsdozenten Joachim Spies zur Ausbildung im architektonischen Freihandzeichnen. Es behandelt Techniken des anschaulichen visuellen Denkens und Übungen zu Linie, Fläche, Struktur, Raum und Figur. Das Werk erschien erstmals 1978 bei Kohlhammer in der „Fachbuchreihe Architektur“ und wurde mehrfach neu aufgelegt, zuletzt in Ausgaben bei Vieweg/Teubner bzw. Springer Vieweg.[1][2][3]

Stadträume, Plätze in Venedig

Stadträume, Plätze in Venedig ist ein Bild- und Analyseband des deutschen Architekten und Dozenten Joachim Spies. Das 1985 bei Kohlhammer erschienene Werk dokumentiert und kommentiert venezianische Platz- und Stadtraumsequenzen. Grundlage des Buches sind die Ergebnisse mehrerer Exkursionen mit Studierenden und Assistenten; enthalten sind zahlreiche eigene und Zeichnungen damaliger Studierender, unter anderem von Tibor Todt und Harald Killemann.[4][5]

Einzelnachweise

Einzelausstellungen (Auswahl)

Literatur

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