Joanna Sakowicz-Kostecka

polnische Tennisspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Joanna Sakowicz-Kostecka (* 1. Mai 1984 in Krakau als Joanna Sakowicz) ist eine ehemalige polnische Tennisspielerin.

Schnelle Fakten
Joanna Sakowicz-Kostecka Tennisspieler
Nation: Polen Polen
Geburtstag: 1. Mai 1984
(42 Jahre)
1. Profisaison: 2000
Rücktritt: 2011
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 116.884 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 168:155
Karrieretitel: 0 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 138 (9. Oktober 2006)
Doppel
Karrierebilanz: 27:37
Karrieretitel: 0 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 312 (23. Juni 2003)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)
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Karriere

Sakowicz-Kostecka begann im Alter von sieben Jahren mit dem Tennis und bevorzugt Teppich als Spielbelag. Sie gewann während ihrer Karriere drei Einzel- und einen Doppeltitel auf dem ITF Women’s Tennis Circuit.

Joanna Sakowicz-Kostecka ging als jüngste polnische Meisterin in der Geschichte des polnischen Tennis in die Annalen ein. Im Jahr 1999 sicherte sie sich im Alter von gerade einmal 15 Jahren sowohl im Einzel als auch im Doppel den Titel bei den Erwachsenen auf Freiplätzen.[1]

2001 startete sie zu Beginn des Jahres bei den Australian Open. Im Juniorinneneinzel erreichte sie das Viertelfinale, das sie gegen die topgesetzte und spätere Titelgewinnerin Jelena Janković verlor. Im Juniorinnendoppel erreichte sie an der Seite von Monika Schneider das Achtelfinale. Im Juli erhielt sie dann eine Wildcard für das Einzel und Doppel bei den Idea Prokom Open, ihrem ersten Turnier auf der WTA Tour. Sie verlor aber in beiden Wettbewerben bereits in der ersten Runde, im Einzel gegen Květa Peschke und im Doppel an der Seite ihrer Partnerin Klaudia Jans-Ignacik gegen das argentinische Doppel Rossana de los Ríos und Mariana Díaz-Oliva.

2002 startete sie wieder bei den Australian Open in den Juniorinnenwettbewerben. Im Juniorinneneinzel schied sie bereits in der ersten Runde gegen Allison Baker aus. Im Juniorinnendoppel erreichte sie mit ihrer Partnerin Marta Domachowska das Halbfinale. Im Mai erhielt sie eine Wildcard für das Hauptfeld im Dameneinzel des J&S Cup, verlor aber bereits in der ersten Runde. Im Juli erhielt sie abermals eine Wildcard für die Idea Prokom Open, wo sie dann überraschend in der ersten Runde gegen die an Position fünf gesetzte Cristina Torrens Valero gewann, dann aber im Achtelfinale gegen Tathiana Garbin verlor. Im gleichen Jahr gewann sie zusammen mit Marta Domachowska, Katarzyna Strączy und Anna Bieleń-Żarska unter der Führung von Mannschaftskapitänin Katarzyna Teodorowicz die Mannschafts-Europameisterschaft der Damen.[1]

2003 spielte sie im Februar die Qualifikation zu den Qatar TotalFinaElf Open, verlor aber bereits ihr erstes Spiel mit 1:6 und 2:6 gegen Irina Seljutina. Im April spielte sie die Qualifikation der Estoril Open, wo sie ebenfalls bereits in der ersten Runde mit 4:6 und 6:712 an Zsófia Gubacsi scheiterte. Im Mai erhielt sie dann wieder eine Wildcard für das Hauptfeld des J&S Cup, verlor aber dort ebenfalls bereits in der ersten Runde und auch Ende Juli bei den Idea Prokom Open. Im August 2003 war sie die bestplatzierte Polin in der WTA-Rangliste.[1]

2006 spielte sie die Qualifikation zum Hauptfeld im Dameneinzel der French Open, wo sie die dritte Qualifikationsrunde erreichte und somit nur knapp am Einzug ins Hauptfeld scheiterte. In Wimbledon scheiterte sie bereits in der ersten Qualifikationsrunde ebenso wie bei den US Open. Beim J&S Cup erreichte sie die zweite Qualifikationsrunde, beim Porsche Tennis Grand Prix verlor sie in der ersten Qualifikationsrunde. Dagegen konnte sie in der Qualifikation zu den Zurich Open die dritte Qualifikationsrunde erreichen. Im Oktober 2006 erreichte sie mit Platz 138 in der Weltrangliste die höchste Position ihrer Karriere. Im Laufe des Jahres zog sie sich bei einem mit 75.000 US-Dollar besetzten Turnier eine schwere Sprunggelenksverletzung zu.[1]

2007 verlor sie bei den Australian Open in der ersten Qualifikationsrunde. Auch bei den French Open kam sie nicht über die erste Qualifikationsrunde hinaus, wie auch in Wimbledon und bei den US Open. Sowohl bei den Proximus Diamond Games, dem Gaz de France Budapest Grand Prix, dem J&S Cup, Gastein Ladies und Banka Koper Slovenia Open scheiterte sie in der Qualifikation.

2008 erreichte sie nur bei einem einzigen WTA-Turnier die Qualifikation. Bei den Gastein Ladies verlor sie aber auch in der ersten Qualifikationsrunde.

2007 und 2008 spielte sie für den THC im VfL Bochum 1848 in der 1. Bundesliga, sowie 2010 in der 2. Tennis-Bundesliga und nach dem Aufstieg 2011 in der 1. Bundesliga für den TC Blau-Weiss Berlin.

Zwischen 2000 und 2005 spielte sie für die polnische Fed-Cup-Mannschaft, wo sie bei 25 Matches neunmal siegreich war, davon fünfmal im Einzel und viermal im Doppel.

Heute führt sie gemeinsam mit ihrem Ehemann eine nach ihr benannte Tennisakademie in Krakau und ist Tennis-Kommentatorin für den Sender Canal+.[1]

Turniersiege

Einzel

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr.DatumTurnierKategorieBelagFinalgegnerinErgebnis
1. 3. Juni 2001 Polen Warschau ITF $10.000 Sand Rumänien Raluca Ciochină 1:6 6:2, 6:1
2. 7. Juli 2002 Marokko Rabat ITF $10.000 Sand Russland Olga Kalyuzhnaya 6:3, 7:5
3. 11. Dezember 2005 Tschechien Prerov ITF $25.000 Teppich (Halle) Tschechien Lucie Hradecká 6:4, 6:4
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Doppel

Weitere Informationen Nr., Datum ...
Nr.DatumTurnierKategorieBelagPartnerinFinalgegnerinnenErgebnis
1. 23. Juni 2002 Estland Tallinn ITF $ 25.000 Sand Tschechien Petra Cetkovská Osterreich Petra Russegger
Deutschland Stefanie Weis
6:2, 4:6, 6:4
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Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren

Dameneinzel

Weitere Informationen Turnier, Karriere ...
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Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Qualifikationsrunde; nicht ausgetragen

Juniorinneneinzel

Weitere Informationen Turnier, Karriere ...
Turnier20012002Karriere
Australian OpenVF1VF
French Open22
Wimbledon11
US OpenAFAF
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Juniorinnendoppel

Weitere Informationen Turnier, Karriere ...
Turnier20012002Karriere
Australian OpenAFHFHF
French Open22
Wimbledon
US Open11
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Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; nicht ausgetragen

Privatleben

Im Jahr 2008 heiratete Joanna Sakowicz Michał Kostecki, ebenfalls Tennisspieler und -trainer. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter, Barbara. Diese spielt ebenfalls Tennis und gewann 2023 die polnischen Meisterschaften sowohl im Einzel als auch im Doppel in der Altersklasse U14.[2]

Einzelnachweise

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