Johan Burchard von Münnich
Dänischer Generalleutnant (1728-1815)
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Johan Burchard von Münnich (* 6. Januar 1728 in Elsfleth, Grafschaft Oldenburg; † 25. Februar 1815) war ein dänischer Offizier, zuletzt im Range eines Generalleutnants. Er zeichnete sich besonders durch die Verteidigung der Festung Rendsburg während der Koalitionskriege im Jahr 1813 aus.
Biographie
Herkunft und frühe Laufbahn
Münnich wurde als Sohn des Oberdeichaufsehers Johann Rudolf von Münnich geboren. Sein Großvater, der Oberdeichgraf Anton Günther von Münnich (1650–1721), wurde 1688 vom dänischen König Christian V. geadelt. Durch die Unterstützung seines Onkels, des russischen Feldmarschalls Burkhard Christoph von Münnich, begann er zunächst ein Studium. Als sein Onkel jedoch in Russland in Ungnade fiel, versiegte die finanzielle Unterstützung, woraufhin Münnich 1748 als Unteroffizier in das Jütländische Infanterieregiment der dänischen Armee eintrat.
1750 wurde er Sekondleutnant im Leibregiment der Königin (dänisch: Dronningens Livregiment). Nach mehreren Jahren im Werbedienst wurde er 1759 zum Premierleutnant befördert. Seine Beförderung zum Kapitän (Hauptmann) im Jahr 1765 war an ungewöhnliche Bedingungen geknüpft: Er musste die Schulden seines Vorgängers sowie eines verstorbenen Oberstleutnants bei der Kriegshospitalkasse übernehmen und zudem eine Pension auszahlen – eine zu dieser Zeit nicht unübliche Praxis des Stellenkaufs und der sozialen Absicherung innerhalb des Offizierkorps.
Aufstieg und Napoleonische Kriege
Münnich stieg in den folgenden Jahrzehnten stetig auf: 1782 wurde er Major, 1791 Oberstleutnant und 1802 Oberst. Im Jahr 1804 erfolgte die Ernennung zum Generalmajor und Chef des Oldenburger Infanterieregiments. In den Jahren 1805 und 1806 nahm er an den dänischen Truppenansammlungen in Holstein teil, die zur Sicherung der Neutralität Dänemarks während der Koalitionskriege dienten.
Im hohen Alter von 85 Jahren leistete Münnich seinen bedeutendsten Dienst: Im Jahr 1813 war er Kommandant der strategisch wichtigen Festung Rendsburg. Als er am 2. Dezember den Befehl von Friedrich von Hessen erhielt, die Festung in Verteidigungsbereitschaft zu versetzen, agierte er mit bemerkenswerter Energie. Nachdem das dänische Hilfskorps nach der Schlacht bei Sehestedt am 10. Dezember 1813 in die Festung eingerückt war, trat Münnich als Brigadechef zurück. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1815 wurde er noch zum Generalleutnant befördert.
Familie
Münnich heiratete 1761 Sophie Frederikke Abercron (1742–1775). Die militärische Tradition der Familie setzte sich fort:
- Sein Sohn Carl Ditlev Andreas Münnich (1773–1845) war ebenfalls Offizier und Autor.
- Sein Enkel Rudolph Leopold Münnich (1802–1881) diente als Offizier in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (1848–1851) und verlor in der Schlacht bei Idstedt ein Bein.
Literatur
- J. Lesser: Münnich, Johan Burchard. In: Carl Frederik Bricka (Hrsg.): Dansk biografisk Lexikon. Tillige omfattende Norge for Tidsrummet 1537–1814. 1. Auflage. Band 12: Münch–Peirup. Gyldendalske Boghandels Forlag, Kopenhagen 1898, S. 3 (dänisch, runeberg.org).
- Johan Daniel Timotheus Manthey: Ridderes Levnetsløb 1809-17.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Münnich, Johan Burchard von |
| ALTERNATIVNAMEN | Münnich, Johann Burchard von |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Generalleutnant und Festungskommandant |
| GEBURTSDATUM | 6. Januar 1728 |
| GEBURTSORT | Elsfleth, Grafschaft Oldenburg |
| STERBEDATUM | 25. Februar 1815 |