Johann August Otto Riese
deutscher Baumeister
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Johann August Otto Riese (* 6. Oktober 1850 in Breslau; † 13. Februar 1939 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Baumeister und Manager.
Leben
Nach Abschluss seines Studiums als Bauingenieur an der Berliner Bauakademie trat Riese 1873 als Regierungsbauführer in den Dienst bei den Preußischen Staatseisenbahnen. 1878 wurde er Regierungsbaurat und war bis 1896 bei der Königlichen Eisenbahn-Direction zu Frankfurt am Main tätig, wo er vor allem für den Bau von Nebenbahnen und diversen Bahnhöfen zuständig war. Ab 1896 war Riese Stadtbaurat und Magistratsmitglied der Stadt Frankfurt am Main. Im Jahr 1900 wechselte er als Geschäftsführer zur Baufirma Philipp Holzmann. In dieser Funktion war er unter anderem für die Planungen zum Bau der Urfttalsperre und der Edertalsperre verantwortlich. 1902 erhielt Philipp Holzmann den Auftrag zum Bau der Bagdadbahn ab Konya quer durch das Taurusgebirge. Riese übernahm die Leitung des Baus. 1918 kam der Bau kriegsbedingt zum Erliegen, bis dahin waren über 1000 km Strecke zwischen Konya und Nusaybin errichtet worden.
Nach dem Krieg blieb Riese bis 1924 Vorsitzender des Vorstands der 1917 in eine AG umgewandelten Firma. Anschließend übernahm er bis 1932 den Vorsitz im Aufsichtsrat der Philipp Holzmann AG.
Sein Sohn war der Universitätsprofessor Otto Riese.
Weblinks
- Biografie
- Udo Wörffel: Riese, Otto. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 21. Duncker & Humblot, Berlin 2003, ISBN 3-428-11202-4, S. 606–607 (deutsche-biographie.de).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Riese, Johann August Otto |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Baumeister |
| GEBURTSDATUM | 6. Oktober 1850 |
| GEBURTSORT | Breslau |
| STERBEDATUM | 13. Februar 1939 |
| STERBEORT | Frankfurt am Main |