Jonathan Bennett (Philosoph)

britischer Philosoph From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Jonathan Bennett erwarb 1953 an der University of Canterbury einen Master und 1955 bei John Langshaw Austin an der University of Oxford einen Bachelor (BPhil). Bennett lehrte am Haverford College, der University of Cambridge (1956–1968), der Simon Fraser University (1968–1970) und der University of British Columbia (1970–1979). Er gehörte schließlich von 1979 bis 1997 zum Lehrkörper der Syracuse University. Nach seiner Emeritierung zog er gemeinsam mit seiner Frau nach Bowen Island, British Columbia.

Bennett hat zahlreiche Schriften zur frühmodernen Philosophie verfasst, zur Philosophie des Geistes, zur Sprachphilosophie, zu Metaphysik und Ethik. Sein Ansatz, das Studium der frühmodernen Philosophie eher als Philosophie mit eigener Technik denn als Geschichte mit besonderem Gegenstand zu sehen, hat viel Aufmerksamkeit erregt, nicht immer in positivem Sinne. Ab etwa 2003 hat er sich damit befasst, „Klassiker“ der frühmodernen Philosophie – ohne intellektuelle Vereinfachung – in heute verständliche Fassungen zu bringen. Diese Versionen hat er auf der eigenen Webseite earlymoderntexts.com veröffentlicht.[2]

Die Datenbank Scopus gibt für Bennett (Stand Dezember 2025) einen h-Index von 12 an.[3] Zu seinen Schülern zählen John Hawthorne und Frances Howard-Snyder.

Jonathan Bennett starb unter Zuhilfenahme des kanadischen Programms Medical Assistance in Dying (MAID, Sterbehilfe). Seine Ehefrau Gillian, die an Alzheimer erkrankt war, war 2014 in seinem Beisein mittels Suizid gestorben.[4]

Auszeichnungen (Auswahl)

Schriften (Auswahl)

  • Rationality: an essay towards an analysis, Routledge and Kegan Paul 1964, Neuauflage Hackett 1989
    • Rationalität: Versuch einer Analyse, Suhrkamp 1967 (Übersetzung: Richard Kruse)
  • Kant’s Analytic, Cambridge University Press 1966
  • Locke, Berkeley, Hume: central themes, Oxford University Press 1971
  • Kant’s Dialectic, Cambridge University Press 1974, ISBN 0-521-09849-1
  • Als Herausgeber: An Anthology of New Zealand verse, 1974
  • Linguistic behaviour, Cambridge University Press 1976, Neuauflage Hackett 1990
  • mit Peter Remnant: An edition and translation of Leibniz’s New Essays on Human Understanding, Cambridge University Press 1981, überarbeitete Neuauflage 1996.
  • A study of Spinoza's Ethics, Hackett 1984
  • Events and their names, Hackett 1988
  • The act itself, Oxford University Press 1995
  • Learning from six philosophers, Oxford University Press 2001
  • A philosophical guide to conditionals, Oxford University Press 2003

Einzelnachweise

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