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Josef Ludwig Kasimir Krus

Tagsatzungsgesandter, Landvogt, Luzerner Schultheiss From Wikipedia, the free encyclopedia

Josef Ludwig Joachim Kasimir Krus (* 4. März 1734 in Luzern; † 29. Juli 1805 ebenda) war ein Schweizer Staatsmann.

Josef Ludwig Kasimir Krus in der Porträtgalerie merkwürdiger Luzerner

Leben

Krus war Sohn einer Luzerner Patrizierfamilie. Seine Ausbildung ist nicht bekannt. Er trat 1757 unter Fürstabt Cölestin Gugger von Staudach in den Dienst der Fürstabtei St. Gallen und war ab diesem Jahr Obervogt von Rosenberg, danach ab 1758 von Rorschach. 1760 und 1761 vertrat er die Fürstabtei bei der Tagsatzung, bevor er 1761 als Landvogt ins Toggenburg kam.

Krus war zugleich im Kanton Luzern politisch eingebunden. Ab 1758 war er Mitglied im Luzerner Grossrat, von 1762 bis 1798 in der Luzerner Kantonsregierung, dem sogenannten Kleinen Rat. Er vertrat Luzern ab 1765 mehrfach als Tagsatzungsgesandter und war ausserdem von 1785 bis 1795 Säckelmeister sowie 1793, 1795 und 1797 Schultheiss von Luzern, wobei seine letzte Wahl beinahe einstimmig erfolgte. Zudem war er von 1765 bis 1767 Landvogt im Michelsamt und 1770 bis 1772 von Lugano. 1776 wurde er ausserdem Rat des Basler Fürstbischofs Friedrich von Wangen-Geroldseck.

Krus, der ab 1762 Mitglied der Helvetischen Gesellschaft und Gegner revolutionärer Umstürze war, tat sich in der Zeit der Helvetik als Anführer der aristokratischen Föderalisten in Luzern hervor. Im Mai 1801 wurde er als Mitglied des gesetzgebenden Rates nach Bern berufen und Mitglied der helvetischen Tagsatzung. Aus dieser trat er am 17. Oktober 1801 aufgrund der zur starken unitaristischen Ausrichtung aus. Nach dem kurz darauf erfolgten Staatsstreich vom 27./28. Oktober 1801 erhielt er einen Sitz im Senat in Bern, den er bis 1802 innehatte.

Krus kehrte 1802 nach Luzern zurück und wurde Mitglied der Verfassungskommission für den Kanton Luzern. Mit der Umsetzung der neuen Ordnung wählte man ihn 1803 zum ersten Schultheissen des Kantons. 1805 wurde er erneut in das Amt gewählt und starb im Amt. Krus soll ein hohes Ansehen bei der Luzerner Bevölkerung genossen haben.

Mit ihm starb das Patriziergeschlecht Krus aus.

Literatur

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