Josef Tarneller

Tiroler Geistlicher, Historiker und Autor From Wikipedia, the free encyclopedia

Josef Tarneller (* 4. August 1844 in Tschars; † 2. Juli 1924 bei Afing, Jenesien) war ein Tiroler Weltgeistlicher, Historiker und Schriftsteller.

Grabstein Tarnellers auf dem Friedhof der Alten Pfarrkirche Gries
Partezettel Josef Tarneller

Nach dem Theologiestudium in Trient legte er 1868 die Priesterweihe ab, unterrichtete zunächst – nach dem Erwerb der Lehrbefähigung an der Universität Innsbruck – am Gymnasium in Meran und wirkte schließlich als Seelsorger in Missian. Ab 1919 wohnte er im Stift Muri-Gries.

Tarneller dokumentierte die Geschichte der Höfe im Burggrafenamt und im Eisacktal und machte sich um die Hof-, Flur-, Orts- und Familien-Namenforschung im heutigen Südtirol verdient.

Sein Grabstein befindet sich auf dem Friedhof der Alten Grieser Pfarrkirche in Gries.

Werke (Auswahl)

  • Die Hofnamen im Burggrafenamt und in den angrenzenden Gemeinden: Meraner Gegend, Schnals, Passeier, Tschögglberg, Sarntal, Gericht Neuhaus, Gericht Maienburg, Deutschgegend auf dem Nons, Ulten und Martell (= Archiv für österreichische Geschichte. Band 100). Wien: Hölder 1909. (Digitalisat online bei Tessmann)
  • Die Hofnamen in den alten Kirchspielen Deutschnofen-Eggental und Vels am Schlern (= Die Hofnamen im untern Eisacktal, Teil 1) (= Archiv für österreichische Geschichte. Bde. 106, 109, 110). Wien: Hölder 1915–1924. (Digitalisat online bei Tessmann)
  • Tiroler Familiennamen – viertausend Geschlechtsnamen, die tirolischen und vorarlbergischen Hofnamen entsprungen sind. Mit vielen Hin- und Nachweisen, Worterklärungen und Deutungsversuchen. Bozen: Tyrolia 1923. (Digitalisat online bei Tessmann)
  • Die Burg-, Hof- und Flurnamen in der Marktgemeinde Gries bei Bozen (= Schlern-Schriften. Band 6). Innsbruck: Wagner 1924. (Digitalisat online bei Tessmann)

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