Anton Joseph Walch
Allgäuer Maler und Freskant der Rokoko-Zeit (1712–1773)
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Leben
Anton Joseph Walch wurde als Sohn des aus Vorarlberg stammenden Maurermeisters Johann Adam Walch geboren, der nach Wangen geheiratet hatte und unter anderem am Umbau der Wallfahrtskirche in Maria-Thann und am Bau des Wangener Rathauses tätig war.[3] Es ist unbekannt, wo Anton Joseph Walch seine Ausbildung erhielt, möglicherweise bestand eine Beziehung zu Matthäus Günther.[1][4] 1734 heiratete er und zog nach Kaufbeuren.[2] Spätestens ab 1761 und bis zu seinem Tod wohnte er im Haus Am Breiten Bach 23.[1][5]
1768 heiratete Walch nach dem Tod seiner ersten Frau erneut. In Kaufbeuren hatte er zahlreiche Ämter inne: Er war Ratsherr, Stadtbaumeister, Obmann der damals für Maler zuständigen Kramerzunft, Gerichtsassessor, Pfleger der Pfarrkirche St. Martin und Kornmeister. Zu Walchs Schülern gehörte wahrscheinlich Georg Alois Gaibler.[1]
Werke


Walch war hauptsächlich als Freskenmaler in Kirchen im Ostallgäu tätig. Oft beinhalten seine Bilder eine Darstellung des jeweiligen Ortes. Zu seinen Werken und ihm zugeschriebenen Werken gehören:
- Fresken in der Wallfahrtskirche St. Cosmas und Damian bei Oberbeuren (1743)[6]
- Fresken in der Kapelle St. Christophorus in Frankenhofen (1745)[7]
- Fresken in der Filialkirche St. Anna in Kirchthal (um 1746/1747)[8]
- Deckengemälde in der Franz-Xaver-Kapelle in Heggen (um 1749)[9]
- Fassadenmalerei an der Spitalkirche Hl. Geist in Füssen (1749)[10]
- Fresken in der Spitalkirche in Füssen (1749, Deckenbild signiert)[10]
- Hochaltarbild, Pfingstfest, Spitalkirche in Füssen (1750, Zuschreibung)[10]
- Deckenölbild in der Vorhalle des Klosters St. Mang in Füssen, Triumph und Ausbreitung des Benediktinerordens (um 1750, signiert)[11]
- Fresken in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Heiterwang (1750)[2]
- Fresken in der Pfarrkirche St. Blasius in Engetried (1753)[12]
- Fresken in der Kapelle St. Isidor in Hausen (1753)[1]
- Deckenfresken in der Wallfahrtskirche St. Magnus in Leuterschach (1753)[13]
- Kartuschenfresken in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Oberigling (1759, Zuschreibung)
- Fresken in der Filialkirche St. Stephanus in Kreen (1759)[14]
- Fresken in der Filialkirche St. Nikolaus in Immenhofen (1761)[15]
- Fresken in der Marienkapelle in Hagmoos (1762)[16]
- Fresken in der Pfarrkirche St. Mauritius in Obermeitingen (um 1767)[17]
- Kreuzweg in der Filialkirche St. Andreas in Hattenhofen (1768, 14. Station signiert)[18]
- Fresken in der Filialkirche St. Andreas in Hattenhofen (1768, Zuschreibung)[18]
- Chorfresko in der Pfarrkirche St. Wolfgang in Lengenwang, Anbetung der Altarsakramente durch die Erdteile (1769)[19]
Literatur
- Lorenze Heckelsmüller: Josef Anton Walch (1712–1773) – ein Kaufbeurer Maler des 18. Jahrhunderts. Heimatverein Kaufbeuren, Kaufbeuren 1986 (10 S., erweiterter Sonderdruck aus Kaufbeurer Geschichtsblätter, Band 10, Nr. 2).