Judith S. Eisen

US-amerikanische Neurowissenschaftlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Judith Susan Eisen (* 25. April 1951 in New York City)[1] ist eine US-amerikanische Neurowissenschaftlerin an der University of Oregon.

Judith Eisen (2001)

Leben und Wirken

Eisen wuchs in Champaign, Illinois, auf und erwarb an der Utah State University sowohl 1973 einen Bachelor in Botanik als auch 1977 einen Master in Zell- und Entwicklungsbiologie.[1] Ihren Ph.D. in Neurobiologie machte sie bei Eve Marder an der Brandeis University, als Postdoktorandin arbeitete sie bei Monte Westerfield an der University of Oregon (UO), bevor sie 1985 hier Mitglied des Lehrkörpers wurde. An der UO war sie Direktorin des Instituts für Neurowissenschaften und interimistische Leiterin der Gesamtabteilung für Biologie. Stand 2025 hat sie an der UO eine Professur für Biologie und Neurowissenschaften inne.

Eisen trug maßgeblich dazu bei, den Zebrafisch als Modellorganismus für Genetik und Entwicklung von Wirbeltieren zu etablieren, insbesondere des zentralen Nervensystems und der Neuralleiste als der Vorstufe des peripheren Nervensystems. Eisen und Mitarbeiter identifizierten Neuronen des Rückenmarks, Zellen der Neuralleiste des Rumpfes sowie deren Abkömmlinge, darunter Spinalganglien und das enterische Nervensystem. Jüngere Arbeiten befassen sich damit, wie wirtassoziierte Mikroorganismen die Entwicklung und Funktion des zentralen Nervensystems modulieren und wie das periphere Nervensystem und das Immunsystem mit diesen Mikroorganismen interagieren.[2]

Eisen hat laut Datenbank Scopus einen h-Index von 55 (Stand Februar 2026).[3]

Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

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