Jörg Perger
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Jörg Perger war ein Stückgießer in Graz und Wien.
Leben
Jörg Perger soll ein Schüler von Endorfer und Seelos gewesen sein. Er war der erste königliche Püxengießer in der von Ferdinand I. 1530 gegründeten Kaiserlichen Gusshütte am Sacktor in Graz.
Er wurde im Jahr 1539 als Nachfolger von Hans During nach Wien berufen und war von 1540 bis 1560 hauptsächlich als Geschützgießer tätig.
1571 wurde Jörg Perger und sein Bruder Christian Perger von den steierischen Ständen von Wien nach Graz berufen, um über Feuerwerkskörper einen Rat zu erteilen. Danach verlieren sich die Spuren über sein weiteres Leben.
Werk
Die Haupttätigkeit von Perger war der Geschützguss. Einige Geschütze aus seiner Wiener Schaffensperiode sind im Arsenal in Wien erhalten.
- 1543 Zwei Falkonette
- 1547 Ein Mörser
Glocken
- 1536 Pfarrkirche Kammern: Seine Glocke für Kammern im Liesingtal aus 1536 (Dm 117 cm) gilt als Musterbeispiel einer manieristischen Glockenrippe aus Graz und ist im Guss sehr sauber ausgeführt. Die Glocke zeigt eine Inschrift in lateinischen Kapitalen und erinnert im Gesamteindruck sehr an die Glocken von Löffler in Innsbruck. Der Klang dieser Glocke ist nicht besonders und ziemlich matt.
- 1539 Stift Klosterneuburg: Zwei Glocken, nicht erhalten.
Literatur
- Steiermark. Kaiserliche Gußhütte am Sacktor. Jörg Perger (1530–1539). In: Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich. Journal Verlag, Lienz in Osttirol 2006, ISBN 3-902128-10-0, S. 164.
- Wiener Gießer der Renaissance (1530–1600). Jörg Perger (1540–1560). In: Jörg Wernisch: Glockenkunde von Österreich. Journal Verlag, Lienz in Osttirol 2006, ISBN 3-902128-10-0, S. 221.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Perger, Jörg |
| KURZBESCHREIBUNG | Stückgießer in Graz und Wien |
| GEBURTSDATUM | 15. Jahrhundert oder 16. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 16. Jahrhundert oder 17. Jahrhundert |