Künstlerhaus Dortmund
Ausstellungs- und Atelierhaus in Dortmund
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Das Künstler*innenhaus Dortmund ist ein seit 1983 bestehendes Ausstellungs- und Atelierhaus in Dortmund.
Beschreibung
Träger des Künstler*innenhauses Dortmund ist der gleichnamige Verein, der das Gebäude in Selbstorganisation und mit Unterstützung der Stadt Dortmund führt.
Das Haus ist Ausstellungsort für zeitgenössische und experimentelle Kunst und dient als Spielstätte unterschiedlicher Kunstrichtungen von Malerei, Bildhauerei, Grafik, Fotografie, Film, Video, Rauminstallationen bis hin zu Neuen Medien. Die Ausstellungen werden von Vereinsmitgliedern als Gruppenausstellungen kuratiert und zeigen die Arbeiten externer Kunstschaffenden, darunter häufig junge, noch nicht etablierte Kunstschaffende.[1][2][3][4][5]
Das Künstler*innenhaus Dortmund ist ein eingetragener Verein. Die Planung, Organisation und Durchführung des Programms obliegt den Vereinsmitgliedern, die im Künstler*innenhaus ein Atelier innehaben und sich ehrenamtlich, unter anderem an der Konzeption und Organisation des Ausstellungsprogramms, beteiligen. Seit 1998 verfügt der Verein über eine festangestellte Geschäftsführung.[6] Zwischen 1998 und 2023 leitete Peter Schmieder in dieser Funktion das Haus, seit 2023 Pia Wojtys.[7] Im Januar 2026 wurde der Name des Hauses offiziell in "Künstler*innenhaus Dortmund" umbenannt – zuvor lautete der Name "Künstlerhaus Dortmund".[8]
Untergebracht ist der Künstler*innenverein in einem 1924 als Waschkaue der Zeche Westphalia errichteten Gebäude in der Dortmunder Nordstadt unweit des Dortmunder Hauptbahnhofs. Später diente das Gebäude als Verwaltungssitz der Westfälischen Wohnstätten AG und der Deutschen Edelstahlwerke. Nach einer Nutzung durch den Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund wurde es durch Studierende besetzt und in Selbstverwaltung geführt. 1987 wurde das Künstler*innenhaus offiziell anerkannt und mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Dortmund und der Sparkasse Dortmund renoviert und umgebaut.[9]
Im Rahmen diverser Residency-Programme verbringen internationale Kunstschaffende mehrwöchige Arbeitsaufenthalte im Künstler*innenhaus, das sie währenddessen als Schaffensort für ortsbezogene Neuproduktionen nutzen. Seit 2005 ist etwa die zweimonatige Sommer-Residency für einen von einer Jury ausgewählten internationalen Künstler oder eine Künstlerin fester Bestandteil des Programms.[10] Es existieren außerdem Residency-Austauschprogramme mit dem Atelierhaus Salzamt im österreichischen Linz[11], der schwedischen Insel Gotland (unterstützt vom LWL-Kultur)[12], dem Künstler:innenhaus Bremen[13], sowie der Kebbel Villa in Schwandorf[14]. Es bestehen außerdem diverse Kooperationen mit regionalen und internationalen Kultureinrichtungen und Hochschulen.[15]
Ein weiterer Programmbereich des Künstler*innenhauses Dortmund ist die kulturelle Bildung. Regelmäßig finden im Haus kostenlose Kurse und Workshops für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung statt, in denen Mitglieder des Hauses künstlerische Inhalte vermitteln und diese gemeinsam mit den Kursteilnehmenden praktisch umsetzen. Die Felder der kulturellen Bildung erstrecken sich von Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Fotografie, Bücherbinden, Sound bis hin zu Mode.[16]
Das Künstler*innenhaus ist Spielort von "mex", einem gemeinnützigen Verein für experimentelle und intermediale Musikprojekte. In seinem Programm kombiniert mex Konzerte mit Performances, Klangkunst, Video, Multimedia und Tanz.[17]
Mitglieder
- Ach Kuhzunft
- Debora Ando
- Janna Banning
- Anett Frontzek
- Cornelius Grau
- Horst Herz
- Barbara Koch
- lom-of-LaMa
- Donja Nasseri
- Steven Natusch
- Willi Otremba
- Dirk Pleyer
- Denise Ritter
- Lex Rütten
- Maria Schleiner
- Silke Schönfeld
- Jana Kerima Stolzer
- Jens Sundheim
- Elly Valk-Verheijen
Künstlerinnen im Netzwerk (K.i.N.)
- Patrick Borchers
- Marc Bühren
- Jörg Daniel
- Andreas Drewer
- Tina Dunkel
- Etta Gerdes
- Barbara Hlali
- Silvia Liebig
- Dagmar Lippok
- Paola Manzur
- Babette Martini
- Linda Opgen-Rhein
- Gaby Peters
- Ulrike Rutschmann
- Arno Schidlowski
- Adriane Wachholz
- Ulrich Weber
- Denise Winter
- Marco Wittkowski
- Hannes Woidich
Geschäftsführung und Vorstand
- Geschäftsführerin: Dr. Pia Wojtys[18]
- 1. Vorsitzender: Lex Rütten
- 2. Vorsitzende: Silke Schönfeld
- Kassenwartin: Barbara Koch
- Schriftführer: Dirk Pleyer
- Beisitzer: Jens Sundheim, Cornelius Grau