Kallikrein-4
humanes Protein
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Kallikrein-related peptidase 4, auch bekannt als KLK4 oder EMSP1, ist ein menschliches Protein.[1][2]
| Kallikrein-related peptidase 4 | ||
|---|---|---|
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Vorhandene Strukturdaten: 2BDG, 2BDH, 2BDI, 4K1E, 4K8Y, 4KEL, 4KGA | ||
| Eigenschaften des menschlichen Proteins | ||
| Masse/Länge Primärstruktur | 224 Aminosäuren | |
| Kofaktor | Zn2+ | |
| Bezeichner | ||
| Gen-Name | KLK4 | |
| Externe IDs | ||
| Enzymklassifikation | ||
| EC, Kategorie | 3.4.21.-, Serinprotease | |
| MEROPS | S01.251 | |
| Vorkommen | ||
| Homologie-Familie | Hovergen | |
| Orthologe | ||
| Mensch | Maus | |
| Entrez | 9622 | 56640 |
| Ensembl | ENSG00000167749 | ENSMUSG00000006948 |
| UniProt | Q9Y5K2 | |
| Refseq (mRNA) | XM_001134318 | NM_019928 |
| Refseq (Protein) | XP_001134318 | NP_064312 |
| Genlocus | Chr chr19: 56.1 – 56.11 Mb | Chr chr7: 43.75 – 43.75 Mb |
| PubMed-Suche | 9622 | 56640
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Nomenklatur und Genetik
Kallikreine sind eine Untergruppe der Serinproteasen und haben verschiedene biologische Funktionen. Zu den Kallikreinen gehört der Tumormarker Prostataspezifisches Antigen, der in der Kallikreinnomenklatur als KLK-3 bezeichnet wird. KLK4 ist beim Menschen eines der 15 bislang bekannten Mitglieder der auf Chromosom 19 lokalisierten Kallikrein-Familie.[3][4][5][6] Die Anzahl der Maus-Gene ist nicht genau bekannt und wird auf 13 bis 26 geschätzt.[6]
Tumorbiologische Aspekte
In jüngster Zeit haben sich die Hinweise verdichtet, dass neben dem PSA auch andere Kallikreine in der Krebsentstehung eine Rolle spielen.[7][8] So scheint KLK-4 den PSA-Vorläufer pro-PSA und den urokinase-ähnlichen Plasminaktivator uPA aktivieren zu können.[9] Man vermutet daher, dass es bei der Entstehung des Prostata-Karzinoms beteiligt ist.[10] Zudem ist in Prostata- und Brustdrüsen-Gewebe die Expression von KLK-4 hormonell reguliert. Auch diese Beobachtung spricht für die Annahme, dass es für die Tumorentstehung in diesen Geweben eine Rolle spielt.[11][12] Aufgrund der gewebespezifischen Expression des KLK-4-Proteins wurde untersucht, ob es sich für eine Tumorvakzine gegen das Prostatakarzinom eignet.[13]
Zahnentwicklung
Das Maus-Homolog von KLK4 wird in den Zahnanlagen exprimiert. Es konnte dabei in Odontoblasten und Ameloblasten nachgewiesen werden.[14] Dies stützt die Annahme, dass KLK4 eine Rolle bei der Degradation der Zahnschmelzproteine spielt, da es eine 78 % Sequenzhomologie mit der Enamel Matrix Serinprotease I des Schweins aufzeigt, die eine solche Funktion ausübt.[15] Mutationen am KLK4-Gen können die Ursache für Amelogenesis imperfecta (AIPH) sein.[16][17]