Kallikrein-4

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Kallikrein-related peptidase 4, auch bekannt als KLK4 oder EMSP1, ist ein menschliches Protein.[1][2]

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Nomenklatur und Genetik

Kallikreine sind eine Untergruppe der Serinproteasen und haben verschiedene biologische Funktionen. Zu den Kallikreinen gehört der Tumormarker Prostataspezifisches Antigen, der in der Kallikreinnomenklatur als KLK-3 bezeichnet wird. KLK4 ist beim Menschen eines der 15 bislang bekannten Mitglieder der auf Chromosom 19 lokalisierten Kallikrein-Familie.[3][4][5][6] Die Anzahl der Maus-Gene ist nicht genau bekannt und wird auf 13 bis 26 geschätzt.[6]

Tumorbiologische Aspekte

In jüngster Zeit haben sich die Hinweise verdichtet, dass neben dem PSA auch andere Kallikreine in der Krebsentstehung eine Rolle spielen.[7][8] So scheint KLK-4 den PSA-Vorläufer pro-PSA und den urokinase-ähnlichen Plasminaktivator uPA aktivieren zu können.[9] Man vermutet daher, dass es bei der Entstehung des Prostata-Karzinoms beteiligt ist.[10] Zudem ist in Prostata- und Brustdrüsen-Gewebe die Expression von KLK-4 hormonell reguliert. Auch diese Beobachtung spricht für die Annahme, dass es für die Tumorentstehung in diesen Geweben eine Rolle spielt.[11][12] Aufgrund der gewebespezifischen Expression des KLK-4-Proteins wurde untersucht, ob es sich für eine Tumorvakzine gegen das Prostatakarzinom eignet.[13]

Zahnentwicklung

Das Maus-Homolog von KLK4 wird in den Zahnanlagen exprimiert. Es konnte dabei in Odontoblasten und Ameloblasten nachgewiesen werden.[14] Dies stützt die Annahme, dass KLK4 eine Rolle bei der Degradation der Zahnschmelzproteine spielt, da es eine 78 % Sequenzhomologie mit der Enamel Matrix Serinprotease I des Schweins aufzeigt, die eine solche Funktion ausübt.[15] Mutationen am KLK4-Gen können die Ursache für Amelogenesis imperfecta (AIPH) sein.[16][17]


Einzelnachweise

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