Karl Fix
deutscher Evangelist und Gründer der Volksmission entschiedener Christen
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Karl Friedrich Fix (* 14. August 1897 in Kupferzell; † 19. Januar 1969 in Leutenbach) war ein deutscher Evangelist und Gründer der Volksmission entschiedener Christen.
Frühes Leben
Karl Fix wuchs in der Nähe von Heilbronn auf. Er machte eine Ausbildung zum Textilkaufmann und kurz nach seinem Abschluss nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Nach dem Krieg heiratete er 1922 Hermine, geb. Nübel, welche nach knapp zehn Jahren Ehe starb und Karl mit ihrem Sohn Wolfgang zurückließ. Fix arbeitete nun als Journalist für die „Heilbronner Stimme“, bekam aber immer mehr gesundheitliche Probleme. Er litt an einer schweren Depression und Abhängigkeit von verschiedensten Substanzen und war todkrank.
In Kassel hörte Fix Anfang der 1930er Jahre eine Predigt des Evangelisten Emil Meyer, durch dessen Schrift „Aus Satans Bann“ er bereits zur Sündenerkenntnis gekommen war. Das anhaltende Gebet Meyers heilte ihn seelisch und körperlich. Nach seiner Bekehrung stellte sich Fix zunächst mit seiner schriftstellerischen Begabung in den Dienst Meyers.
Die Volksmission
Am 27. Juni 1934 gründete Fix die erste Gemeinde der Volksmission in Berlin. Bereits acht Tage später wurde sie verboten, wegen der Bezeugung von Krankenheilungen. Sie mussten sich nun heimlich treffen. Etwas später wurden der Gemeinde wieder Versammlungen erlaubt, mit der Auflage, dass höchstens ein Drittel Freunde sein durften und zwei Drittel Mitglieder, und nur unter steter Überwachung durch die Gestapo.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Karl Fix aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft nach Heilbronn entlassen. Hier nahm Paula Gassner, die spätere Gründerin der BGG Stuttgart (heute Gospel Forum) Kontakt mit Fix auf, zunächst wegen Verlagsangelegenheiten. Dann wurde er spontan von ihr für den Sonntag, 9. September 1945 für die Wortverkündigung in der angemieteten Hohensteinschule mit ca. 50 Besucher angefragt, weil der Festredner nicht erschien. So kam es zur Zusammenarbeit und der Gründung der Volksmission in Süddeutschland. 1946 kam noch Karl Keck von der Liebenzeller Mission dazu und gemeinsam hielten sie Zelt- und Freiversammlungen ab. Bereits 1946 fand im Inselbad in Stuttgart eine Taufe mit 250 Personen statt. Es wurden weitere Gemeinden, v. a. im süddeutschen Raum gegründet. Er war bis zu seinem Lebensende unermüdlich als Verkünder des Wortes Gottes und Schriftsteller aktiv. Unter seiner Regie wurde 1962 der Verein Haus Elim, Alters- und Erholungsheim in Leutenbach gegründet, wo er am 19. Januar 1969 starb.
Lehre
Karl Fix war in erster Linie Evangelist. Ihm ging es um die Rettung des Menschen, um die Sünden- und Gotteserkenntnis. Jeder Mensch sollte von Jesus Christus hören. Weil er durch das Gebet von Emil Meyer geheilt wurde, war ihm auch die Krankenheilung ein wichtiges Thema. Er machte in seinen Schriften deutlich, dass die Kirchengeschichte voll von Gottes übernatürlichem Wirken ist. Die Glaubenstaufe, welche erst auf das persönliche Bekenntnis des Glaubens folgen kann, sowie die Notwendigkeit der Geistestaufe als ein zweites Geschehen, das von der Bekehrung zu trennen ist, waren wichtige Bestandteile seiner Lehre und seines Lebens.
Literatur
- Dieter Hampel, Richard Krüger, Gerhard Oertel: Der Auftrag bleibt. Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden auf dem Weg ins dritte Jahrtausend, BFP-Selbstverlag Erzhausen, 2009
- Bernhard Röckle: Geboren in schwerer Zeit. Karl Fix und die Entstehung der Volksmission entschiedener Christen, Selbstverlag der Volksmission entschiedener Christen Stuttgart, 2002 (online auf volksmission.de)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fix, Karl |
| ALTERNATIVNAMEN | Fix, Karl Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Evangelist und Gründer der Volksmission entschiedener Christen |
| GEBURTSDATUM | 14. August 1897 |
| GEBURTSORT | Kupferzell |
| STERBEDATUM | 19. Januar 1969 |
| STERBEORT | Leutenbach (Württemberg) |