Carl von Metzsch
deutscher Rittergutsbesitzer und Politiker, MdL
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Carl von Metzsch, genannt auch Carl von Metzsch-Reichenbach (* 20. Februar 1804 in Friesen; † 3. Dezember 1880 in Dresden[2])[3] war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Politiker.

Leben
Er war Mitglied des Adelsgeschlechts Metzsch und der jüngste Sohn von neun Kindern des Gutsherrn Gustav von Metzsch (1742–1819) und seiner Ehefrau Henriette Wilhelmine von Mickwitz (1775–1842). Der Vater besaß mit Reichenbach, Friesen und Brunn im Vogtland drei Güter in der Kreishauptmannschaft Zwickau, war sächs. Kriegskommissar im Vogtland, Kreissteuereinnehmer und stieg bis zum Major auf. Von seiner Geschwistern war u. a. Mathilde von Metzsch (1800–1882) Äbtissin, Pauline (1805–1869) Stiftsdame des Adeligen Stift Wallenstein bei Fulda.
Metzsch wurde königlich-sächsischer Kammerherr und Obermundschenk. Als gewählter Rittergutsbesitzer des Erzgebirgischen Kreises war er 1836/37 als Mitglied der I. Kammer erstmals Abgeordneter des Sächsischen Landtags, von 1839 bis zu seinem Tod war er anschließend als gewählter Rittergutsbesitzer des Vogtländischen Kreises Mitglied der Kammer.[4] Er war u. a. Besitzer des Ritterguts Reichenbach-Herrenhaus ab etwa 1859 städtisch-heute Museum- sowie weiterhin um 1860 des Gutes Friesen bei Reichenbach, wo er geboren wurde.[5]

Unklar bleibt bis heute, warum seine unter der Namensführung Carl v. Metzsch-Reichenbach zwei veröffentlichten Schriften Zur Geschichte der Familie von Metzsch erschienen im Reichenbacher Tageblatt. Nr. 218, Reichenbach 1901[6] und Die interessantesten alten Schlösser, Burgen und Ruinen Sachsens verlegt bei Wilhelm Baensch 1902 in Dresden, posthum erschienen.
Familie
Aus seiner 1833 geschlossenen Ehe mit Sylvia von Ende (1816–1894) entstammen die zwei für die sächsische Geschichte wichtigen Söhne Gustav von Metzsch-Reichenbach und Georg Graf von Metzsch-Reichenbach.
Literatur
- Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 3. Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft (D.A.G.), Vaterländische Verlagsanstalt-Verlag von W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 254 ff.
- Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Hrsg. Sächsischer Landtag, Eigenverlag, Dresden 2001, S. 46.