Kaschuben-Hahnenfuß
Art der Gattung Hahnenfuß (Ranunculus)
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Der Kaschuben-Hahnenfuß (Ranunculus cassubicus), auch Wenden-Goldhahnenfuß genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Hahnenfuß (Ranunculus) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).
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Illustration, Rechts: Kaschuben-Hahnenfuß | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ranunculus cassubicus | ||||||||||||
| L. |
Beschreibung


Vegetative Merkmale
Der Kaschuben-Hahnenfuß ist eine robuste, stark verzweigte, mehrjährige krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 25 bis 60 Zentimetern erreicht.
Charakteristisch für diese Art sind die bei einem Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern runden, unregelmäßig gekerbten Grundblätter mit nierenförmigem Blattgrund, deren Basalbucht V-förmig bis nahezu geschlossen ist. Es können ein oder zwei Grundblätter vorkommen, selten auch drei. Die stängelständigen, ungestielten Blätter sind hingegen breit lanzettlich und gezähnt.
Generative Merkmale
Die zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern radiärsymmetrisch. Die eiförmigen Kronblätter sind goldgelb. Der Blütenboden (Torus) ist fast immer dicht behaart. Die Blütezeit liegt später als beim Scharbockskraut, aber vor der der meisten anderen Hahnenfuß-Arten.
Vorkommen
Der Kaschuben-Hahnenfuß ist in Skandinavien, Mittel- und Osteuropa bis nach Westsibirien und Kasachstan verbreitet. In Europa kommt er nur in Finnland, Russland, im Baltikum, in Belarus, Italien und im früheren Jugoslawien vor.[1]
Der Kaschuben-Hahnenfuß wächst vor allem in Eichen-Hainbuchen- und Bruchwäldern in schattiger oder halbschattiger Lage auf frischen, humosen oder moorigen Böden.
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Ranunculus cassubicus erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 551 erstbeschrieben. Das Epitheton hatte Linné von Jakob Breyne (1637–1697) übernommen.
Ranunculus cassubicus gehört zur Artengruppe des Gold-Hahnenfußes (Ranunculus auricomus agg.). Apomiktische Fortpflanzung hat die Entstehung einer Vielzahl von nah verwandten, ähnlich aussehenden Sippen mit meist relativ kleinen Arealen begünstigt. Diese sind noch unzureichend erforscht und nur zu einem kleinen Teil beschrieben. Von etlichen Artengruppen, die teilweise als Serien aufzufassen sind, kann eine Gruppe relativ klar und möglicherweise als monophyletisch abgetrennt werden: die Subsektion Cassubici G.H.Loos. Vertreter dieser Gruppe werden in der Literatur auch als Ranunculus cassubicus agg. zusammengefasst. Die Systematik ist in Diskussion.
Literatur
- Lietuvos TSR Flora, Band III, Vilnius, 1961.
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
- Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Ulmer, Stuttgart, 1994, ISBN 3-8252-1828-7.