OKSH mediaHub Kiel

Einrichtung des Offenen Kanals Schleswig-Holstein, betreibt die Sender "Kiel TV" und "Kiel FM" From Wikipedia, the free encyclopedia

Der OKSH mediaHub Kiel (bis Mai 2026: Offener Kanal Kiel, kurz: OK Kiel) ist eine Einrichtung der Offener Kanal Schleswig-Holstein A.ö.R. (OKSH). Er unterhält den Fernsehsender Kiel TV und den Hörfunksender Kiel FM, einen MakerSpace und Medienkompetenzangebote.

ProgrammtypBürgerrundfunk
EmpfangsgebietSchleswig-Holstein, Großraum Kiel
Sendestart2002
Schnelle Fakten Programmtyp, Empfang ...
Kiel FM
KielFM - einmalig anders
Hörfunksender (Öffentlich-rechtlich)
Programmtyp Bürgerrundfunk
Empfang UKW, Internetradio
Empfangsgebiet Schleswig-Holstein, Großraum Kiel
Sendestart 2002
Sprache Deutsch, Friisk (Friesisch)
Sitz Landeshauptstadt Kiel
Eigentümer Offener Kanal Schleswig-Holstein
Sendeanstalt Offener Kanal Schleswig-Holstein
Geschäfts­führung Henning Fietze
Liste von Hörfunksendern
Website
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ProgrammtypBürgerrundfunk
EmpfangKabel digital, IPTV
Bildauflösung1080i (HDTV)
Sendestart1991
Schnelle Fakten Programmtyp, Empfang ...
Kiel TV
Fernsehsender (Öffentlich-rechtlich)
Programmtyp Bürgerrundfunk
Empfang Kabel digital, IPTV
Bildauflösung 1080i (HDTV)
Sendestart 1991
Sprache Deutsch
Sitz Landeshauptstadt Kiel
Eigentümer Offener Kanal Schleswig-Holstein
Sendeanstalt Offener Kanal Schleswig-Holstein
Geschäfts­führung Henning Fietze
Liste der Listen von Fernsehsendern
Website
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Rahmendaten und Zielsetzung

Der mediaHub Kiel bietet Bürgerinnen und Bürgern, die im Bundesland Schleswig-Holstein, in Hamburg oder der Region Syddanmark die Möglichkeit, selbstständig ein eigenes Radio- und Fernsehprogramm zu gestalten. Dafür stellt er seinen Hörfunkkanal Kiel FM sowie seinen Fernsehsender Kiel TV als Offene Kanäle zur Verfügung. Der mediaHub Kiel ist somit eine Einrichtung des Bürgerrundfunks. Die Finanzierung erfolgt größtenteils über den Rundfunkbeitrag.[1] Die Bürgerinnen und Bürger, welche das Programm der jeweiligen Kanäle im mediaHub Kiel gestalten, oft als Nutzerinnen und Nutzer bezeichnet, verantworten ihre produzierten und gesendeten Programminhalte selbst.

Ziel des mediaHub Kiel als Bürgersender ist es, Medienkompetenz, soziale Kompetenz und politische Bildung zu vermitteln und zu Aus- und Fortbildung und Qualifizierung beizutragen.[2] Er trägt dazu bei, Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes umzusetzen nach dem jeder Mensch das Recht hat, „seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten...“.[3] Um dies zu erreichen, werden bspw. jährlich ca. 100 Seminare, Workshops und sonstige Lehrveranstaltungen in Präsenz und online angeboten. Die Teilnahme daran ist kostenlos.[4] Auf Anfrage werden auch gezielt anwendungsspezifische Einzel- und Gruppenberatungen angeboten.

Zusätzlich stellt der mediaHub Kiel für die Produktion der Beiträge in seinen Räumen Studios und außer Haus Ausrüstung im gebührenfreien Verleih zur Verfügung und weist in die Bedienung der Technik ein.[5]

Das Team des mediaHub Kiel besteht aus mehreren Koordinatoren, Medienassistenten, Werkstudierenden, Auszubildenden und FSJlern.[1]

Geschichte

Der Offene Kanal Kiel ging mit seinem TV-Programm Kiel TV am 16. Dezember 1991 im Kieler Kabelnetz erstmalig auf Sendung.[6] Seit 2008 ist Kiel TV außerdem als weltweiter Online-Livestream zu empfangen.

Das Radio Kiel FM ging am 31. Mai 2002 auf Sendung[7] und begann mit dem Claim „Alles ist drin“. Mitte Mai 2013 wurde dieser dann in „Die Stimme, die ich kenn'“ geändert. Seit August 2018 lautet er „Einmalig anders“. Station-Voice ist Leif Prengel.[8]

Am 29. Mai 2026 erfolgte ein Relaunch der Offenen Kanäle in Schleswig-Holstein. Landesweit wurden die Einrichtung der Offener Kanal Schleswig-Holstein AöR in "OKSH mediaHubs" umbenannt. Die klassischen Radio- und Fernsehkanäle sollen hierbei durch neue Medienformate ergänzt werden. Dazu gehören Möglichkeiten zur Produktion von (Video-)Podcasts, weitere Angebote zur Vermittlung von Medienkompetenz sowie sogenannte "Freiraum"-Labore, in denen Open-Source-Technologien getestet werden können.[9] Im Rahmen dieses Relaunchs wurde das Fernsehstudio des mediaHubs Kiel umgebaut und erweitert.

Programm

Hörfunk- und Fernsehprogramm werden von Bürgerinnen und Bürgern (natürlichen Personen) hergestellt, die sich teilweise zu Redaktionsgruppen zusammenschließen.[10]

Die Sendezeiten bei Kiel FM und Kiel TV stehen für alle zur Verfügung, die sich zur Nutzung angemeldet haben. Einige Sendeplätze sind jedoch fest vergeben.[11][12] Um sich auf einen solchen festen Sendeplatz bewerben zu können, muss man zuvor regelmäßig Sendungen produziert und diese zum vereinbarten Sendetermin fertiggestellt haben.

Kiel TV

Eine Vielzahl der Sendungen besteht aus Aufzeichnungen von Veranstaltungen der Gegenwartskultur, wie Konzerte, Ausstellungen, Literaturlesungen und Theateraufführungen von Amateurbühnen und Schulen. Dazu kommen meist ungekürzte Mitschnitte von öffentlichen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen zu Gesellschaft, Kunst und Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Aus dem politischen Leben Schleswig-Holsteins werden zum Beispiel die Ratsversammlungen in Kiel und Neumünster, die Kreistagssitzungen des Kreises Rendsburg-Eckernförde in Rendsburg und die Sitzungen des Landtags Schleswig-Holstein live übertragen sowie Gesprächsrunden vor den jeweiligen Sitzungen regelmäßig auf Kiel TV gezeigt. Dazu kommen vereinzelt auch im TV-Studio des mediaHub Kiel produzierte politische Gesprächsrunden mit überregionalem Charakter.

Seit Februar 2012 wird von einer Gruppe Nutzerinnen und Nutzer bei KielTV die Talk-Sendung „Lass mal schnacken“ produziert. Bis September 2024 entstanden 475 Folgen.[13]

Am jeweils letzten Samstag des Monats sendet KielTV „Nightlife Nightlive“, eine vierstündige Musiksendung mit Szenemusik, vorwiegend live. Das Format besteht seit 1996.

Reiseberichte, die von Nutzerinnen und Nutzern zur Sendung eingereicht werden, bilden einen weiteren Programmschwerpunkt.

Im September 2024 wurde der SDTV-Betrieb eingestellt, das Programm wird nun ausschließlich als HDTV-Signal versendet.

Kiel FM

Zum größten Teil ist das Programm des Radiosenders bunt gemischt, da alle Nutzer selbst entscheiden, worüber berichtet und welche Musik gesendet wird. Zwei der Redaktionen, die bei Kiel FM regelmäßig auf Sendung gehen, bestehen an den beiden größten Hochschulen der Stadt. Von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel berichtet seit dem 13. Juni 2003 das Campusradio Kiel (damals noch als Campusradio Indiewelle)[14] vom Geschehen rund um den Uni-Campus. An der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel existiert seit dem 1. Juni 2006 das Campus RadioAktiv, das ebenfalls von Studierenden gestaltet wird.[15]

Seit dem Jahr 2015 wird das von Lucas Wecker und Marlon Heller moderierte "Random Radio" freitags um 19 Uhr gesendet. Im Rahmen dieser Sendung entstand mit "Der Zauber der drei ???"[16] eine umfangreiche Reportage über den Erfolg der Buch und Hörspielserie.[17]

Die Außenstudios in Norderstedt und Pinneberg senden Schulfunk zusammen mit dem Radiosender TIDE in Hamburg.

Zur Kieler Woche wird an Stelle des regulären jeweils ein gesondertes Radioprogramm veranstaltet (Event-Radio). Hierfür wird im Regelfall mit einem mobilen Radiostudio an der Kiellinie gesendet.[18]

Voraussetzungen

Um das Angebot des mediaHubs Kiel nutzen zu können, muss man einen Wohnsitz in Schleswig-Holstein, Hamburg oder in der Region Syddanmark haben und dies mit gültigem Personalausweis oder z. B. Pass und Meldebescheinigung nachweisen. Minderjährige müssen sich in Begleitung ihres Erziehungsberechtigten anmelden.[19]

Die für die Produktion von Beiträgen für die Programme im Offenen Kanal nötigen technischen Ausrüstungen wie EB-Kamera-Einheiten, DSLR-Kameras, mobile Licht- und Tontechnik bis hin zu dreizügigen transportablen digitalen TV-Studios nebst Fahrzeugen werden ebenso kostenlos zur Verfügung gestellt, wie Produktionsstudios und Schnittplätze, sowie weitere Ausstattung zur Förderung der Medienkompetenzbildung. Technisch Unerfahrene werden zuvor eingewiesen. Vorherige Terminvereinbarung wird empfohlen.

Die Programme des mediaHubs Kiel sind werbefrei. Es werden weder Gebühren für die Nutzung erhoben noch Vergütungen für die eingereichten Sendungen gezahlt. Die Kosten für den Betrieb werden aus dem Rundfunkbeitrag bestritten. Dementsprechend ist die Nutzung von Material des Offenen Kanals für andere als OK-Zwecke nicht statthaft.

Empfangsgebiet

Kiel TV ist über das Kieler Kabelnetz zu empfangen. Zum Empfangsgebiet gehören das Umland Kiels, Eckernförde, Rendsburg und Nortorf und ihre direkte Umgebung, Schwentinental, Preetz, Schellhorn, Neumünster und seine nördlichen, westlichen und südlichen Vororte, sowie Bornhöved und Trappenkamp.[20]

Kiel FM wird über den UKW-Rundfunk auf der Frequenz 101,2 MHz vom Fernmeldeturm Kiel ausgestrahlt. Das Empfangsgebiet ist Kiel und seine direkte Umgebung mit ca. 360.000 Einwohnern. Zusätzlich wird das Programm vom Sternpunkt Kiel im Probebetrieb über DAB+ auf Kanal 5A verbreitet.[21]

Neben diesen Empfangsmöglichkeiten gibt es online seit 2008 sowohl für das Fernseh-, als auch für das Radioprogramm jeweils einen Livestream, der seit 2026 auf www.mediahub-ki.de zu finden ist. Seit Januar 2014 läuft der Livestream des Radioprogramms als MP3-Stream.[22] Zusätzlich sind die Programme über die „Bürger-senden-App“ z. B. auf Smartphones zu empfangen.

Einzelnachweise

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