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Kirche Wüstenbrand

baugeschichtlich, ortsgeschichtlich und ortsbildprägend von Bedeutung, Saalkirche im historistischen Stil der Kirchenbaumeister Gebr. Uhlig, der später erbaute Turm im Stil der Neoromanik. 1850 Grundsteinlegung für die heutige Kirche. From Wikipedia, the free encyclopedia

Die evangelische Dorfkirche Wüstenbrand ist eine spätklassizistische Saalkirche im Ortsteil Wüstenbrand von Hohenstein-Ernstthal im Landkreis Zwickau in Sachsen. Sie gehört zur Kirchengemeinde Hohenstein-Ernstthal im Kirchenbezirk Zwickau der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Kirche Wüstenbrand
Innenansicht
Orgel

Geschichte und Architektur

Die Kirche wurde an Stelle eines mittelalterlichen, im Jahr 1346 erwähnten Vorgängerbauwerks in den Jahren 1850/51 von den Gebrüdern Uhlig (Söhne von Christian Friedrich Uhlig) erbaut. Eine Erneuerung des Turms und eine Erweiterung des Chors wurden 1898 vorgenommen, eine Restaurierung erfolgte 1977. Das Bauwerk ist ein verputzter Ziegelbau mit geradem Chorschluss, der mit einem Walmdach mit Gauben gedeckt ist. Der Saal ist barockisierend mit gestreckten schmalen Rundbogenfenstern gestaltet. Der hoch aufragende Westturm erhielt eine neugotische Gestaltung mit einem spitzen Faltdach.

Im Inneren ist das Bauwerk ein kleiner flachgedeckter Saal mit zweigeschossigen Emporen, die im Altarraum zu Betstuben ausgebaut sind.

Ausstattung

Die Ausstattung ist im klassizistischen Stil aus der Entstehungszeit gestaltet; daneben sind noch einige ältere Kunstwerke erhalten. Das Hauptstück ist ein marmorierter, mit kompositen Pilastern gerahmter Kanzelaltar mit Dreieckgiebel. Die steinerne Taufe ist mit einem Holzdeckel versehen.

Zwei Flügel eines spätgotischen Schnitzaltars sind mit Relieffiguren der Heiligen Katharina und Ursula versehen; sie werden dem Meister H. W. zugeschrieben (der teilweise mit Hans Witten identifiziert wird) und stammen aus den Jahren 1511/12. Ein überlebensgroßes Kruzifix aus dem Jahr 1698 wurde im Jahr 1901 restauriert. Eine kleine Steinskulptur des Salvator mundi stammt aus dem Jahr 1738, vermutlich von einem Epitaph.

Die Orgel ist im Kern ein Werk von Urban Kreutzbach aus dem Jahr 1852 mit heute 25 Registern auf zwei Manualen und Pedal, das nach wiederholten Umbauten und Erweiterungen im Jahr 2019 durch Christian Reinhold restauriert wurde.[1]

Literatur

Commons: Kirche Wüstenbrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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