Kitson and Company
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Die Kitson and Company war ein britischer Lokomotivhersteller mit Sitz in Hunslet, Leeds. Gegründet im Jahr 1835, produzierte das Unternehmen bis zur Schließung 1938 über 5400 Lokomotiven. Diese kamen nicht nur auf britischen Bahnen zum Einsatz, sondern wurden auch in viele Länder exportiert, darunter Indien, Russland, Australien und Südamerika. Neben klassischen Dampflokomotiven entwickelte Kitson auch Spezialtypen wie die Kitson‑Meyer‑Gelenklokomotive. Wirtschaftliche Probleme nach dem Ersten Weltkrieg und die sinkende Nachfrage führten schließlich zur Aufgabe des Betriebs.
| Kitson and Company | |
|---|---|
| Rechtsform | Privatunternehmen |
| Gründung | 1835 |
| Auflösung | 1938 |
| Auflösungsgrund | Insolvenz aufgrund von wirtschaftlichem Niedergang |
| Sitz | Leeds, |
| Leitung | James Kitson (Gründer) |
| Branche | Lokomotivbau |
Geschichte
Kitson and Company wurde 1835 von James Kitson gemeinsam mit Charles Todd in der Airedale Foundry in Hunslet, Leeds, gegründet. Das Unternehmen fertigte zunächst Komponenten für andere Lokomotivbauer, bevor 1838 mit dem Einstieg des Investors David Laird die ersten Lokomotiven entstanden und die Firma unter dem Namen Todd, Kitson and Laird firmierte. Nach mehreren Wechseln in der Partnerschaft lauteten die Firmenbezeichnungen in den folgenden Jahrzehnten unter anderem Kitson and Laird, Kitson, Thompson and Hewitson sowie Kitson and Hewitson, bis 1863 nach dem Tod von William Hewitson der endgültige Name Kitson and Company angenommen wurde.[1]
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Kitson zu einem bedeutenden Hersteller von Dampflokomotiven für britische Bahnen wie die Midland Railway[2] sowie für zahlreiche Exportmärkte. Das Unternehmen präsentierte 1851 eine frühe Tenderlokomotive auf der Great Exhibition in London und erhielt dafür eine Goldmedaille. Ab den 1860er Jahren entstanden zudem stationäre Dampfmaschinen, später auch Straßenbahnlokomotiven. Eine der bekanntesten technischen Entwicklungen war die Kitson‑Meyer‑Gelenklokomotive, die ab 1894 für den Einsatz in Chile, später auch in Rhodesien und Jamaika, gebaut wurde.
Während des Ersten Weltkriegs florierte das Unternehmen durch Rüstungsaufträge, geriet jedoch nach Kriegsende zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Der Rückgang der Nachfrage nach Dampflokomotiven und die allgemeine wirtschaftliche Lage führten dazu, dass die Kitson and Company 1938 für den Betrieb Insolvenz anmeldete und den Betrieb einstellte. Insgesamt produzierte das Unternehmen in 101 Jahren rund 5400 Lokomotiven.
Weblinks
- Kitson and Company. In: Science Museum Group Collection. Abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- Kitson & Company. In: Preserved British Steam Locomotives. 20. Februar 2018, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- A Brief History of Kitson & Co. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 8. Dezember 2023; abgerufen am 18. Dezember 2025.
