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Kitty Rix-Tichacek

österreichische Keramikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Kitty Rix-Tichacek (* 10. Februar 1901 in Wien; † 1951 in den USA) war eine österreichische Keramikerin. Sie entwarf für die Wiener Werkstätte sowohl figürliche und szenische Keramiken als auch Gefäße, Lampenfüße, Kerzenständer und Bücherstützen.

Schnelle Fakten a group of two horses with riders ...
a group of two horses with riders
Kitty Rix
ceramic
18,4 × 21,7 cm

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Schnelle Fakten Liebespaar ...
Liebespaar
Kitty Rix, nach 2020
ceramic
Bröhan-Museum

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Schnelle Fakten Vase ...
Vase
Kitty Rix, 1928
faience

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Schnelle Fakten Lampenfuß Frau mit Krug, WW Modell K 522 ...
Lampenfuß Frau mit Krug, WW Modell K 522
Kitty Rix, 1928
Keramik; roter Scherben, mehrfarbig glasiert
25,3 × 10,5 cm
Stiftung Sammlung Kamm, Zug (Schweiz)

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Schnelle Fakten Buchstützen (pair) (models 623 and 624) ...
Buchstützen (pair) (models 623 and 624)
Kitty Rix, 1929
ceramic, painted

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Schnelle Fakten Gewürzschale (männliche knieende Keramikfigur), (Modell 532) ...
Gewürzschale (männliche knieende Keramikfigur), (Modell 532)
Kitty Rix, 1920
Keramik, glasiert
Wien Museum Inv.–Nr. 53794

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Leben und Werk

Katharina Laura Rix war die Tochter von Valerie Rix, geborene Löwy (* 1875) und dem Unternehmer und kurzzeitigen Geschäftsführers der Wiener Werkstätte Julius Rix (1858–1927). Sie war die jüngste Schwester der Malerin, Grafikerin und Textilkünstlerin Felice Rix. An der 1920 gegründeten Wienerberger Werkstättenschule für Keramik, die von Robert Obsieger geleitet wurde, absolvierte Kitty Rix eine dreijährige Ausbildung. Von Mai 1924 bis Mai 1928 war sie Mitglied der Entwurfsabteilung der Wiener Werkstätte. Ein erster ihrer Entwürfe ist 1924 in den Modellbüchern verzeichnet. Kitty Rix löste wohl ab diesem Zeitpunkt ihre Schwester Felice ab, die von 1917 bis 1923 für die Werkstätte tätig war und sich danach mit ihrem Mann in Japan niederließ. Ihr Monogramm bei der Wiener Werkstätte bestand aus den Buchstaben KR mit einer Rahmung aus Quadraten und Linien.[1] 1925 nahm Kitty Rix an der Weltausstellung in Paris im Bereich der „Deutschen Frauenkunst“ teil. In der Kunstgewerbeschule Wien hospitierte sie 1926 bei Eduard Josef Wimmer-Wisgrill in der Modewerkstätte. Im Jahr 1928 heiratete Rix den Architekten Paul Tichacek (* 1900). In der Berliner Zweigniederlassung der Wiener Werkstätte wurden im Jahr 1930 auch Objekte der Keramikerin vertrieben.[2] 1931 gestaltete sie ihre letzten Keramiken für die Wiener Werkstätte. Die gebürtige Jüdin, die sich im Jahre 1923 von ihrer Konfessionszugehörigkeit gelöst hatte, emigrierte zu einem bisher nicht bekannten Zeitpunkt nach San Francisco.

Rix war Mitglied im Österreichischen Werkbund.[3]

Arbeiten (Auswahl)

  • um 1924: Vase, Modellnummer: OK 5666[4]
  • 1927: „Weihwasserkessel“[5]
  • 1927: „Vase“, Modellnummer: OK 5648[6]
  • 1927: „Lampenfuß rund“, Modellnummer: K 306[7]
  • 1927/28: „Tintenfaß“ Pferd, „Aschenschale mit Aschentöter“ Katze, „Tintenfaß“ Fisch, Modellnummer: K 317, K 427, K 316[8]
  • 1928: „Pferdekutsche“ Pferdeschlitten, Modellnummer: OK 5986[9]
  • 1928: „Gruppe“ mit Balkon und Kaktus, Modellnummer: OK 5998[10]
  • 1928: „Kahnfahrt“ vier Figuren in einem Boot, Modellnummer: OK 6001[11]
  • 1928: „Tierfigur“ Löwe, Modellnummer: OK 6005[12]
  • 1928: „Gruppe“ Pferd mit zwei Reitern, Modellnummer: OK 6010[13]
  • 1928: „Aschenschale“, Modellnummer: K 449[14]
  • 1928: „Lampenfuß“ Figur, Modellnummer: K 519[15]
  • 1929: Frau an Töpferscheibe[16]
  • 1929: „Gruppe“ zwei Schifahrer, Modellnummer: K 574[17]
  • 1929: „Gruppe“ drei Ballspieler, Modellnummer: K 587[18]
  • 1929: „Gruppe“ zwei Tennisspieler, Modellnummer: K 611[19]
  • 1929: „Buchständer“ Löwe mit Reiter und Reiterin, Modellnummer: K 623, K 624[20]
  • 1929: „Bücherständer“ Figurengruppe, Modellnummer: K 634[21]
  • 1929: „Schale“ Katze, Modellnummer: K 646[22]
  • 1929: „Gruppe“ zwei Schlittenfahrer, Modellnummer: K 673[23]

Ausstellungen (Auswahl)

Posthum

Auszeichnungen

  • 1925: Exposition Internationale des Arts Décoratifs Paris

Literatur

  • Astrid Gmeiner, Gottfried Pirhofer: Der Österreichische Werkbund. Alternative zur klassischen Moderne in Architektur, Raum- und Produktgestaltung., Residenz Verlag, Salzburg, Wien, 1985. ISBN 978-3-7017-0427-9)
  • Werner J. Schweiger: Meisterwerke der Wiener Werkstätte – Kunst und Handwerk. Brandstätter, Wien, 1990. ISBN 978-3-85447-343-5
  • Ilse Korotin (Hrsg.): biografiA. Lexikon österreichischer Frauen, Band 3 P – Z, Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar, 2016, S. 2721. ISBN 978-3-205-79590-2 online
  • Christoph Thun-Hohenstein, Anne-Katrin Rossberg, Elisabeth Schmuttermeier (Hrsg.): Die Frauen der Wiener Werkstätte. MAK, Wien und Birkhäuser Verlag, Basel 2020, S. 257. ISBN 978-3-0356-2211-9

Einzelnachweise

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