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Klöntal

Tal in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Klöntal ist ein Tal im Schweizer Kanton Glarus.

Das Klöntal, vom Saaspass im Westen aus gesehen, mit dem Klöntalersee im Schatten des Glärnisch
Gefüllter Klöntalersee gegen Westen
Bergkirche Klöntal
Luftbild aus 3500 m von Walter Mittelholzer (1923)

Geographie

Das Tal gehört bis zur Kantonsgrenze zur Gemeinde Glarus, es handelt sich um eine Streusiedlung. Der Haupterwerbszweig ist die Landwirtschaft, für den Tourismus gibt es Restaurants und zwei Zeltplätze.

Der Klöntalersee liegt auf ca. 850 m ü. M. und wird von der Klön und diversen kleineren Wasserfällen gespeist. Früher diente der See der Bevölkerung für die winterliche Eisbruchgewinnung.[1] Heute dient er als Speichersee für ein Kraftwerk der Axpo AG.

Verkehr

Das Klöntal wird nur im Sommer (Mai – Oktober) mit Postautos von Glarus aus bedient. Die Endstation ist in der Richisau (letzte Häuser vor der Kantonsgrenze). Die Strasse führt dem linken (nördlichen) Seeufer entlang, ist aber nicht wintersicher.

Die Landsgemeinde beschloss 2025 die Einführung von jährlich drei autofreien Tagen ab dem Jahr 2026 am jeweils letzten Sonntag im Juni, Juli und August.[2]

Der Pragelpass verbindet das Klöntal mit dem Muotatal; er ist am Wochenende für den motorisierten Verkehr gesperrt (nur mit Velos befahrbar).

Geschichte

Richisau war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Kurort bekannt, der auch von Künstlern wie Conrad Ferdinand Meyer, Carl Spitteler und Arnold Böcklin besucht und wegen der Schönheit der Landschaft geschätzt wurde.

Zitat

«Endlich, auf der Schanze einer beherrschenden Halde, kommt uns in der Ferne der Klöntalersee zu Gesicht, scheinbar ziemlich auf unserer Fläche liegend, in Wirklichkeit noch mehrere hundert Meter tiefer. Wem es glückt, hier eine günstige Beleuchtung, also Sonnenstrahl, womöglich Abendsonnenstrahl, vorzufinden, wird diesen Punkt für einen der schönsten in der Schweiz erklären. Denn Umrahmung, Beleuchtung, Färbung und Spiegelung des Klöntalersees ergeben als Summe eine Naturschönheit ersten Ranges.»

– Carl Spitteler

Literatur

  • Das Klöntal, Kleinod im Glarnerland: Landschaft – Geschichte – Kunst. Museum des Landes Glarus, Näfels 1996, ISBN 3-907071-05-0.
  • André van Sprundel (Hrsg.): Traumperspektiven – Magie der Schweizer Landschaft: Klöntal. Baeschlin, Glarus 2011, ISBN 978-3-85546-227-8.
Commons: Klöntal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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