St. Gumbertus (Ansbach)

Kirchengebäude in Ansbach, Mittelfranken, Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

St. Gumbertus gehört zusammen mit ihrer Nachbarkirche St. Johannis zu den zentralen Innenstadtkirchen von Ansbach in Bayern.

St.-Gumbertus-Kirche Ansbach
Innenansicht

Das St. Gumbert, der Heiligen Maria und St. Salvator geweihte Kloster St. Gumbert wurde durch den Hl. Gumbert gegründet. 748 bis 911/1012 war es ein Benediktinerkloster; später war es ein Kollegiatstift. Es wurde 1563 aufgelöst, die Propstei nicht mehr besetzt. Die Stiftsgüter bildeten einen Fonds für Kirchen- und Schulzwecke unter staatlicher Verwaltung, der erst unter Maximilian von Montgelas säkularisiert wurde. Die St.-Gumbertus-Kirche dient als Evangelisch-Lutherische Stadtpfarrkirche.

Geschichte

Die Geschichte von St. Gumbertus reicht zurück bis in die Anfänge der einstigen Residenz. Der Name der Kirche erinnert an den fränkischen Edelfreien Gumbert, der um 748 am Zusammenfluss der Rezat und des Onoldsbaches ein Benediktinerkloster gründete. Im 11. Jahrhundert wurde das Kloster St. Gumbert in ein Kollegiatstift umgewandelt und erlebte eine große Zeit (siehe auch Liste der Pröpste des Kollegiatstifts St. Gumbertus in Ansbach); so war es namengebender Besitzer der Gumbertusbibel.[1] Schließlich trat 1528 durch einen Landtagsbeschluss unter Markgraf Georg dem Frommen die Kirche zusammen mit der Markgrafschaft Ansbach der evangelisch-lutherischen Reformation bei.

Schwanenritterkapelle
Schwanenordensaltar

Die St.-Gumbertus-Kirche vereint in ihrer bald tausendjährigen Geschichte in sich die wechselnden Baustilepochen von rund 700 Jahren, angefangen von den heute noch sichtbaren ältesten Bauteilen Ansbachs (Krypta um 1040) über die Georgskapelle (14. Jahrhundert), den hohen Chor der einstigen spätromanischen Hauptkirche (der heutigen Schwanenritterkapelle aus dem 16. Jahrhundert) bis zum markgräflichen Repräsentationskirchenbau, den Markgraf Carl Wilhelm Friedrich 1738 durch Leopoldo Retti errichten ließ. Dem Bildhauer, der die Epitaphe der Schwanenritter schuf, gab man als Notnamen die Bezeichnung Meister der Ansbacher Schwanenritter. 1484 stiftete der Kurfürst von Brandenburg Albrecht Achilles den sogenannten Schwanenordensaltar, auf dessen linker Predella er sich und seine zweite Gemahlin Anna von Sachsen abbilden ließ.[2]

Gegenwart

Nach dem Ende des Markgraftums 1806 wurde aus der ehemaligen Hofkirche eine Gemeindekirche. Deren drei Sprengel umfassen heute die östliche Stadthälfte mit rund 6000 Gemeindegliedern.

Heute dient St. Gumbertus als Ort für eine Vielzahl von Konzerten und kirchlichen Veranstaltungen, wie z. B. kirchenmusikalische Aufführungen durch die Ansbacher Kirchenmusik und den Windsbacher Knabenchor oder Konzertveranstaltungen der Bachwoche. Spirituelles Leben ermöglicht die stets offene Kirche mit vielen liturgischen Formen, von denen, neben den Gottesdiensten, vor allem die kleineren Formen wie „Zeit für Dich“, „Taizé-Gebet“, „Gute-Nacht-Kirche“ und die „Bismarckturm-Andachten“ zu nennen sind.

Markgrafengruft

Im Jahr 1651 endete die Begräbnistradition der Ansbacher Markgrafen in Heilsbronn, und Ansbach wurde zum neuen Bestattungsort. Dies geschah einerseits, um die Nähe zur Residenz zu betonen, und andererseits, weil die Kulmbacher Linie bereits 1603[3] einen eigenen Bestattungsort eingerichtet hatte. Heilsbronn liegt in beträchtlicher Entfernung zu Kulmbach. Auch war wohl ein Grund, dass die Gruft als „systemrelevanter Bestandteil der Residenz“[4] angesehen wurde. Heilsbronn war somit nicht mehr der einzige zentrale Begräbnisort der fränkischen Hohenzollern. 1631 wurde die dortige Gruft im Dreißigjährigen Krieg aufgebrochen und beschädigt, sodass Heilsbronn seine Funktion als zentraler Bestattungsort weitgehend verlor.[5] Die Wahl fiel auf die Johanniskirche und nicht auf die Gumbertuskirche die eigentliche Hofkirche. Die Krypta von St. Gumbertus wurde von den Ansbacher Metzgern als Kühlraum genutzt. Diese Verwendung ist erstmals 1531 belegt; noch 1751 werden Reparaturen an den Fleischbänken erwähnt. Die Nutzung durch das Metzgerhandwerk erstreckte sich demnach über mehr als zwei Jahrhunderte. Zu diesem Zweck ließ Georg dem Frommen die „damals kaum mit Grabstätten belegte Gruft“[6] in der Krypta von St. Gumbertus ausgeräumen.[7][8] In den Chor der Johanniskirche wurde eine Gruft eingerichtet. Nach der Renovierung der Schwanenritterkapelle in der Gumbertuskirche im Jahr 1976 zog die Gruft in die darunterliegende Krypta.[9] Über die Aufstellung der Särge schreibt Konrad Kreßel: „Die Särge sind so aufgestellt worden, daß die künstlerische wertvollsten ins Blickfeld gerückt sind. Um sie herum gruppieren sich im offenen Halbkreis die anderen Särge, die einigermaßen in der Reihe des geschichtlichen Ablaufs geordnet sind.“[10] Kreßel bennt hier die Särge von Georg Friedrich, Wilhelm Friedrich und Christian Albrecht.[10] Im Jahr 2012 wurden letzten Särge in die Gruft umgebettet.[11] Folgende Personen wurden 2012 in die Gruft umgebettet:

  • Totgeburt der Grafen von Solms[12]
  • Sophia Margarteta von Brandenburg-Ansbach[13]
  • Albrecht II. von Brandenburg-Ansbach[14]
  • Louisa Sophia von Brandenburg-Ansbach[15]

Die Gruft kann besichtigt werden.[16]

Insgesamt fanden 26 Personen in der Gruft ihre letzte Ruhestätte, von denen 24 dem Haus Brandenburg-Ansbach angehören.[17][18] Verwandschaftliche Beziehungen zu den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach bestanden jedoch auch bei den beiden anderen in der Gruft bestatteten.[19][20] Folgende Personen sind in der Gruft beigesetzt:

Schwanenritterkapelle

Im Jahr 1459 ließ Albrecht Achilles die Georgskapelle zur Schwanenritterkapelle umgestalten.[49] Der heute als „Schwanenritterkappele“ bezeichnete Chor ist nicht die ursprüngliche Georgskapelle, ein Umstand, welcher weitestgehend in Vergessenheit geraten ist. Schon 1926 schreibt Däschlein: „Der Chor hatte mit dem Schwanenorden früher gar nichts zu tun, aber er macht jetzt den Eindruck als wäre hier der mittelalterliche Marienverehrungsgeist wieder lebendig geworden und die und die Schwanenordens=Ritter, deren Steinbilder hier seit 1825 die Wände zieren, rufen uns die längst vergangene Zeit zurück. Schwanenordensritterkappele, so taufte der Volksmund nach 1825 diesen alten Chor, doch nur die wenigsten wissen, daß die alten Ordensritter nicht hier ihre Gebete zu „Unserer lieben Frau“ zum Himmel empor geschickt haben.“[50] Die Georgskappele in welcher sich der Schwanenorden versammelte, „befand sich an der Nordseite der Kirche und schloß sich unmittelbar an das Querschiff an.“[51] Abrecht Achilles stiftete auch den Altar, der heute im Chor steht. Aus diesem Grund sind er und seine zweite Frau Anna von Sachsen (1437–1512) auf dem Altar in der Kapelle dargestellt.[52] Däschlin schreibt über die Darstellung des Kurfürsten: „Albrecht Achilles der Stifter des Altars, im roten hermelinbesetzten Kurmantel, unter dem die prächtige, goldene Ritterrüstung hervorleuchtet. Der Kurfürst hat die Hände zum Gebet gefaltet. Gleich dahinter trägt der Erbschatzmeister der Kurmark, Johannes Graf zu Lindau und Herr zu Ruppin, den Kurhut. Das Amt des Erbmarschals mit dem Schwerte des Kurfürsten versieht Busso Gans zu Botslitz. Diese beiden Großwürdenträger, gekennzeichnet durch ihre Familienwappen, sind barhäuptig in weitem Talar dargestellt.“[52] Auch schreibt er über seine auf der gegenüberliegenden Seite dargestellte Anna von Sachsen: „Ihr schwarzes Kleid ist am Halsauschnitt reich mit Perlen besetzt; darüber ist ein großer bauschiger Brokatmantel geworfen. Die Fürstin ist mit der goldenen Ordenskette und der Krone geschmückt. Von der linken Seite der Krone fällt bis zum Boden herab ein herrlicher Schleier. Zwischen den Händen, die zum Gebet gefaltet sind, sehen wir einen goldenen Rosenkranz. Hinter der Kurfürstin ruht auf einem grünen Kissen ein kleines weißes Hündchen.“[53] Die Schwanenriiterkappele war für „diejenigen Ordensbrüder, welche von Brandenburg aus gerechnet, jenseit des Thüringer Waldes wohnten [...] zur Filialkirche der Gesellschaft.“[54] Dies geschah, da 1459 fränkische Ordensritter beklagten, dass sie „wegen der grossen Entfernung und der Schwierigkeiten der Reise nicht immer zu bestimmten Zeiten in Brandenburg erscheinen könnten.“[54] Der 16.06 wurde zum sogenannten ‚Ordensfest‘, an dem jeder der Ritter, welcher im genannten Gebiert lebte in Ansbach zu erscheinen hatte.[54] Die Investitur, also der Empfang der Ordensinsignien, erfolgte jedoch weiterhin in Brandenburg.[54] Jedes Mitglied des Ordens musste in regelmäßigen Abständen einen Beitrag entrichten. Von diesem gingen „zwei Theile an die an die Marienkirche bei Brandenburg [...] der dritte Theil aber an die Georgskapelle in Ansbach.“[55] Ab 1496 erhielt die Schwanenritterkappele die Hälfte der Gelder.[55]

Mit der Einführung der Reformation wurde der Schwanenorden aufgelöst.[55] Das heutige Aussehen der Schwanenritterkappele ist nicht mit dem Aussehen der Ordenszeit vergleichbar. Die Marienkirche, die Brandenburgische Ordenkirche, wurde 1722 komplett abgerissen, weshalb es in Brandenburg keine Zeunisse des Schwanenordens, mit Ausnahme eines Messgewandes, mehr erhalten sind.[56] Über die Situation in Ansbach und den Umgang mit den Überresten schreibt Hillert: „Dagegen steht noch in Ansbach die Stiftskirche des heiligen Gumpertus mit den Ueberesten der St. Georgen- oder Ritterkapelle. Aus dieser Kapelle einem düsteren, feuchten Gewölbe an der Nordseite der Stiftskirche, sind 1825 die noch erhaltenen Grabsteine, Gedächnistafeln und Wappen von Mitgliedern des Schwanenordens in den prächtigen gebauten Chor der Stiftskirche verseetzt worden. Andere Denkmäler des Schwanenordens befinden sich in der Münsterkirche zu Kloster Heilsbronn, der Begräbnisstätte der Burggrafen zu Nürnberg und der ersten Kurfürsten von Brandenburg aus Hohenzollerischem Stamme.“[56]

Auf dem Chorgestühl finden sich zwei Helme aus dem Mittelalter, sogenannte spätgotische Schallern.[57]

Hinter dem Altar befindet sich eine Platte, welche in die Wand eingelassen wurde. Ursprünglich lag sie im Boden der Kapelle und markierte die Stelle, an der die Eingeweide der Verstorbenen beigesetzt wurden. In der Mitte ist eine Engelsgestalt mit der Ordenskette in der Hand dargestellt. Der Engel ist von Wappen und einer Inschrift umrahmt.[57]

Die Statuten des Schwanenordens sahen vor, dass für jedes verstorbene Mitglied ein Totenschild angefertigt wurde. Dieses sollte dann in der Kapelle aufgehängt werden. Diese Schilde sind aus Holz gefertigt. Es findet sich jeweils das Wappen des Mitglieds umrahmt von der Ordenskette. Heute sind noch 42 dieser ovalen Totenschilde in der Kapelle erhalten.[58]

Auch finden sich runde Totenschilde. Darunter sind jene des Ordensgründers Kurfürst Friedrich II., des Kurfürsten Albrecht Achilles und des Markgarfen Sigismund.[59]

Die Epitaphien im Chor

Die Schwaneritterkappele beherbergt 11 Epitaphien sowie einen Wappenstein/Grabstein, welche vom Meister der Ansbacher Schwanenritter geschaffen wurden. Folgende Epitaphien befinden sich in der Kapelle:

Die „Ansbacher Trauerfahnen“

Die St. Gumbertuskirche verwahrt zehn erhaltene von ursprünglich siebzehn vorhandenen Trauerfahnen des Markgrafen Albrecht II. Die Fahnen zeigen die Territorien bzw. Titel des Ansbacher Markgrafen an. Diese Fahnen wurden beim Begräbnis von Adeligen und Hofbeamten vor dem Sarg getragen und sollten damit den hohen Rang des Verstorbenen anzeigen. Da nur sehr wenige solcher Fahnen erhalten sind, handelt es sich um ein kunst- und kulturgeschichtlich besonders wertvolles Gut, das in der Gumbertuskirche verwahrt wird.[80] Die Fahnen wurden in der Schwanenritterkappele, im Chor der Kirche, aufgehängt,[81] befinden sich heute jedoch aus konservatorischen Gründen in einem Schrank, der die Fahnen vor Licht schützt.[82]

Die 17 Trauenfahnen sind folgende:

Folgende Fahnen sind erhalten:[100]

Neben diesen Fahnen existieren noch 2 weitere Fahnen. Die Trauerfahnen von:

Wie die Fahnen in den „Leichenzug“ eingebunden wurden, zeigt die Druckgraphik „Fürstlicher Leichenzug des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach am 25.4.1625“[103], welche im Germanischen Nationalmuseum verwahrt wird. Zu sehen sind die Fahnen, die jeweils von einem Pferd mit einer Decke begleitet werden, auf der dasselbe Wappen abgebildet ist. Die Fahnen sind in folgender Reihenfolge angeordnet: die „Blutfahne“[104], die Fahne der Mark Brandenburg[105], die Fahne Preußens[106], die Fahne von Stettin[107], die Fahne Pommerns[108],die Fahne von Cassuben[109], die Fahne von Wenden[110], die Fahne von Schlesien[111], die Fahne von Crossen[112], die Fahne von Jägerndorf[113], die Fahne der Burggrafschaft Nürnberg[114], die Fahne Rügens, die Fahne der Zollern[115], die Hauptfahne mit dem "fürstlichen brandenburgischen Wappen"[116] und die Trauerfahne[117]. Insgesamt sind hier schon 15 der 17 Trauerfahnen vorhanden, welche beim Leichenzug seines Sohnes Albrecht II. Verwendung fanden.[118]

Orgel

Die Orgel wurde in den Jahren 1736 bis 1739 durch Johann Christoph Wiegleb erbaut und das Gehäuse von Leopoldo Retti geschaffen. Im Jahr 1884 baute Georg Friedrich Steinmeyer ein neues Innenwerk, in das 18 Register von Wiegleb einbezogen wurden. Die Prospektpfeifen wurden stillgelegt. Bei einem weiteren Neubau durch G. F. Steinmeyer & Co. im Jahr 1961 gingen bis auf wenige Pfeifen die bis dahin erhaltenen originalen Register verloren. Nach der Deinstallation der mit minderwertigem Material erbauten, kaum erhaltenswerten Orgel rekonstruierte die niederländische Orgelbaufirma Orgelmakerij Reil aus Heerde von 2004 bis 2007 das ursprüngliche Werk.[119] Die Orgel besitzt heute wieder 47 Register auf drei Manualen und Pedal.

Orgelprospekt mit Schleierwerk
I Unteres Werk C–d3
01.Quintatön16′
02.Principal08′
03.Salacional08′
04.Grob Gedakt08′
05.Gembshorn08′
06.Viola di Gamba08′
07.Flaut travers (ab c0)08′
08.Octava04′
09.Flöth04′
10.Quinta03′
11.Superoctava0000002′
12.Mixtur XIII–X02′
13.Cijmbel II02′
14.Sesquialtra II–III0112
15.Trompete08′
16.Oboe d‘amour08′
II Oberes Werk C–d3
17.Fugara08′
18.Grobgedakt08′
19.Quintatön08′
20.Principal04′
21.Rohrflöthen04′
22.Blockflöthen04′
23.Octava02′
24.Waldflöthen02′
25.Flaschiolet02′
26.Quinta0112
27.Mixtur IV01′
28.Fagott16′
29.Vox0humana008′
III Mittleres Werk C–d3
30.Quintaten8′
31.Principal4′
32.Petitt4′
33.Spitzflöth4′
34.Nassat3′
35.Sallicinet2′
36.Nachthorn2′
37.Echo V[A 1]8′
Tremulant
Accordstern
Bässe (Pedal) C–d1
38.Subbass[A 2]32′
39.Principal Bass16′
40.Violon Bass16′
41.Quintadenen0Bass016′
42.Octaven Bass08′
43.Quint Bass06′
44.Bassetgen04′
45.Mixtur Bass VI04′
46.Cymbel Bass II02′
47.Posaunen Bass16′
  • Spielhilfen:
    • Unteres Werk: Sperrventil, Schiebekoppel zum mittleren Manual
    • Mittleres Werk: „Echo“, „Machin Zug zum Echo“, „Sperr Ventil zum obern Manual“
    • Oberes Werk: „Sperr Ventil zum mittlern Manual“, Schiebekoppel zum obern Manual
    • Bässe: Sperrventil zum Pedal
    • Calcant: Manuelle Aktivierung einer Glocke am Balg für manuelle Winderzeugung (historisch)
  • Anmerkungen:
  1. 8′, 4′, 3′, 2′, 135’ (ab C).
  2. Holz, offen.

Glocken

Im Turm der Gumbertuskirche befinden sich drei historische Glocken, auf die das dreistimmige Glockengeläut der benachbarten Johanniskirche abgestimmt ist und mit diesem ein Gesamtgeläute bilden.[120]

Weitere Informationen Glocke, Name ...
Glockenübersicht
GlockeNameGießerGussjahrGewichtDurchmesserSchlagton
1MarkgrafenglockeChristian Viktor Herold (Nürnberg)17362500 kg1600 mmcis’
2JohannisglockeHermann (II.) Kessler oder Nachfolger (Nürnberg)um 1400≈ 1600 kg01300 mmfis’
3BeichtglockeChristian Viktor Herold (Nürnberg)1730≈ 500 kg0970 mma’
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Quellen

  • Walter Scherzer (Bearb.): Urkunden und Regesten des Klosters und Stiftes St. Gumbert in Ansbach 786–1400 (= Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte. Reihe 3. Band 5). Neustadt an der Aisch 1989.

Literatur

  • Hans Beer: Die romanische Krypta in der St. Gumbertus-Kirche zu Ansbach. Ausgrabungen und baugeschichtliche Würdigung. Ansbach 1936.
  • Hermann Dallhammer: Die Ritter mit dem Schwanenorden. Hercyna, Ansbach 1987.
  • Theodor Däschlein: Der Schwanenorden und die sogenannte Schwanenordens-Ritter-Kapelle in Ansbach. C. Bürgel und Sohn, Ansbach 1926.
  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 717.
  • Adolph Hillert: Der Schwanenorden. Sein Ursprung, Zweck und seine Geschichte. Ch. Grager, Berlin 1844.
  • Jakob Käpplinger: St. Gumbertus Ansbach (= Kleine Kunstführer. Band 1224). 4. Auflage. Schnell & Steiner, Regensburg 2010.
  • Jakob Käpplinger: Die Särge der fränkischen Hohenzollern zu Ansbach und Bayreuth 1603–1791. Studien zum Prunksarg des Barock. Schnell & Steiner, Regensburg 2015.
  • Konrad Kreßel: Die neue Fürstengruft in der Ansbacher St.-Gumbertus-Kirche. In: Frankenland. Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege. Band 36, 1984.
  • Konrad Kressel, Werner Bürger (Red.): 250 Jahre barocke Kirche St. Gumbertus. Ansbach 1988.
  • Julius Meyer: Die Schwanenordens-Ritterkapelle. Bei St. Gumbertus in Ansbach. Ansbach 1900.
  • Christof Paulus, Rainhard Riepertinger, Christine Ketzer (Hrsg.): Typisch Franken? Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2022, ISBN 978-3-7917-3343-2.
  • Hans Sommer mit e. Arbeitskreis d. Dekanates (Hrsg.): Es geschah im Namen des Glaubens: evangelisch im Dekanat Ansbach (= Reihe Porträts bayerischer Dekanatsbezirke). Verlag der Evangelisch-Lutherischen Mission, Erlangen 1991, ISBN 3-87214-248-8, S. 58–63.

Einzelnachweise

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