Kneipp-Anlage

Bauwerk, das der Kneipp-Medizin dient From Wikipedia, the free encyclopedia

Eine Kneipp-Anlage (auch Kneippbecken oder Kneippbad) ist ein in Heilbädern oder im Freiland errichtetes Bauwerk, das der Kneipp-Medizin dient. „Kneippen“ ist eine Behandlungsmethode der Hydrotherapie, die auf der Grundlage von Sebastian Kneipp angewendet wird. Kneipp-Anlagen können laut Kneipp-Bund in Form von Wassertretanlagen oder Armbecken vorliegen und unterliegen grundsätzlich nicht der Trinkwasserverordnung. Neben Fließgewässern werden Kneipp-Anlagen auch durch Brunnen, Quellen, Wasserpumpen oder das öffentliche Trinkwassernetz gespeist.[1]

Hinweisschild für Anwender an einer „Kneipp-Gesundheitsanlage“ mit Wassertretstelle und Armbecken

Kneipp-Anlagen sind vor allem traditionell im deutschsprachigen Raum üblich sowie heutzutage teils in Spa-Bereichen von Luxushotels.[2][3]

Formen

Wassertretanlagen

Kneipp-Anlagen werden in den meisten Fällen in Form von Wassertretstellen, z. B. in Kurparks, eingerichtet. Hierbei wird in kaltem Wasser auf der Stelle geschritten.[4][5]

Häufig sind Wassertretstellen in den natürlichen Verlauf eines Fließgewässers oder einen See eingebettet. Daneben gibt es auch künstlich geschaffene Kneipp-Anlagen außerhalb eines Fließgewässers, die als Wassertretbecken bezeichnet werden. Diese weisen gewöhnlich ein Geländer sowie eine ebene Bodenplatte auf.[1]

Armbecken

In Kneipp-Armbecken werden die Arme bis zur Mitte der Oberarme ins kalte Wasser getaucht.[4][6]

Öffentliche Kneipp-Anlagen in Deutschland

Literatur

  • Sebastian Kneipp: Pfarrer Kneipps Wasserkur: Körperliche und seelische Regeneration mit der „Kneippkur“. Oesch Verlag, überarbeitete Neuauflage 2005.
  • Klaus Bienstock: Kneipp-Einrichtungen: richtig geplant – richtig gebaut. Kneipp-Verlag 1997.
Commons: Kneipp-Anlage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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