Kołoząb (Mikołajki Pomorskie)

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Kołoząb (deutsch Kalsen, früher Kollosomp, Kolosomp[1] und Kollosomb[2]) ist ein Dorf in der Landgemeinde (Gmina) Mikołajki Pomorskie im Powiat Sztumski der polnischen Woiwodschaft Pommern.

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Geographische Lage

Die Ortschaft liegt in der historischen Landschaft Preußen, im nordwestlichen Teil des mittelalterlichen Pomesanien, der später zum Land Marienburg gehörte, etwa acht Kilometer südöstlich von Sztum, 27 Kilometer westsüdwestlich von Dzierzgoń und vier Kilometer nordnordwestlich von Mikołajki Pomorskie.

Geschichte

Dorfeingang (Juli 2022)

Ältere Ortsbezeichnungen sind Kalazam (1408), Calsam und Kalszam sowie Calszam (15. Jh.), Colsam (1526), Kalsam (1542, 1565), Kalzow albo Kolozow (1659) und Kolozomb (1764).[3] 1526 fungierte hier Hans Roche als „Weyting“ und „Scholz“ und verkaufte dem Dorfinsassen Matz aus demselben Dorf eine freie und Weytingshube.[4]

Die bis dahin Kollosomp genannte Landgemeinde wurde am 16. Juli 1938 umbenannt in Kalsen.[5]

Im Jahr 1945 gehörte die Landgemeinde Kalsen zum Landkreis Stuhm im Regierungsbezirk Marienwerder im Reichsgau Danzig-Westpreußen des Deutschen Reichs. Kalsen war Sitz des Amtsbezirks Kalsen.

Im Januar 1945 wurde Kalsen von der Roten Armee besetzt. Nach Beendigung der Kampfhandlungen wurde die Region seitens der sowjetischen Besatzungsmacht zusammen mit ganz Hinterpommern und der südlichen Hälfte Ostpreußens – militärische Sperrgebiete ausgenommen – der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. Es wanderten nun Polen zu. Kalsen wurde unter der polnischen Ortsbezeichnung „Kołoząb“ verwaltet. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde mit wenigen Ausnahmen von der polnischen Administration aus Kalsen vertrieben.

Demographie

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1783königliches Dorf einschließlich zweier Freischulzen-Güter, Amt Stuhm, zwanzig Feuerstellen (Haushaltungen), in Westpreußen[2]
1818114königliches Dorf, Amt Stuhm[1]
1864205Dorf, davon 18 Evangelische und 187 Katholiken[6]
1910155Dorf, am 1. Dezember, darunter fünf Evangelische und 150 Katholiken; 129 Personen mit polnischer Muttersprache[7]
1933263[5]
1939241[5]
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Kirche

Die Protestanten der hier bis 1945 anwesenden Dorfbevölkerung gehörten zur evangelischen Pfarrei Groß Rohdau.[8]

Literatur

  • Kollosomp, Dorf, Kreis Stuhm, Regierungsbezirk Marienwerder, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Kollosomp (meyersgaz.org).
  • Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Stuhmer Kreises. Thorn 1868 (Google Books).
Commons: Kołoząb, Pomeranian Voivodeship – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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