Kongo-Weißzahnspitzmaus

Art der Gattung Weißzahnspitzmäuse (Crocidura) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Kongo-Weißzahnspitzmaus (Crocidura congobelgica) ist ein im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo endemisches Säugetier in der Gattung der Weißzahnspitzmäuse.[1] Es wird eine enge Verwandtschaft zu Latonas Spitzmaus vermutet.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Kongo-Weißzahnspitzmaus
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Crocidurinae
Gattung: Weißzahnspitzmäuse (Crocidura)
Art: Kongo-Weißzahnspitzmaus
Wissenschaftlicher Name
Crocidura congobelgica
Hollister, 1916
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Verbreitung
Verbreitungsgebiet der Kongo-Weißzahnspitzmaus

Merkmale

Dieser kleine bis mittelgroße Gattungsvertreter erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 74 bis 79 mm, eine Schwanzlänge von fast 60 mm und ein Gewicht um 17 g. Es sind 13 bis 14 mm lange Hinterfüße vorhanden. In das glänzende dunkelbraune Fell der Oberseite sind einige zimtfarbene Haarabschnitte eingemischt. So ist das Tier der oben genannten anderen Art und der Dunklen Kongo-Weißzahnspitzmaus ähnlich. Die wenigen kurzen Haare auf Vorderpfoten und Füßen sind an den Seiten etwas länger. Der Schwanz ist bis auf eine etwas hellere Unterseite nahe am Körper schwarzbraun. Er sieht nackt aus, trägt jedoch wenige Haare. Im Gegensatz zur Latonas Spitzmaus hat diese Art einen im Verhältnis zum Körper größeren und robusteren Schädel und größere Zähne. Zusätzlich fehlt in einem der Molaren eine Vertiefung. Im Oberkiefer liegen neben den Schneidezähnen je drei einspitzige Zähne, deren Spitzen abgerundet sind. Dabei ist der erste am größten und die anderen beiden sind etwa gleich hoch.[2]

Verbreitung und Lebensweise

Diese Spitzmaus bewohnt tropische Regenwälder im Flachland und ist auch im Okapi-Wildtierreservat zu finden. Ob sich das Tier an moderate Forstwirtschaft anpassen kann, ist nicht bekannt.[3] Die Art ist verglichen mit anderen Spitzmäusen der Region sehr selten. In den 90 Jahren vor 2016 wurden nur sieben Exemplare registriert. Die Nahrung besteht überwiegend aus Gliedertieren. So wurden im Magen Reste von Termiten, Ameisen, Larven von Zweiflüglern, Schmetterlingen, Wanzen, Webspinnen, Hundertfüßern und Doppelfüßern gefunden. Die Beutetiere sind 3 bis 30 mm lang. Zur Fortpflanzung liegen keine Daten vor.[2]

Gefährdung

Regional wirken sich Waldrodungen negativ aus. Selbst in Schutzgebieten wird illegal Bergbau betrieben. Die Gesamtpopulation wird als groß eingeschätzt. Die IUCN listet die Kongo-Weißzahnspitzmaus als nicht gefährdet (least concern).[3]

Einzelnachweise

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