Cozonac
bulgarisches und rumänisches Gebäck
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Cozonac (rumänisch) oder Kozunak (bulgarisch ) ist ein süßes Hefegebäck der rumänischen und bulgarischen Küche.

Es ist ein traditionelles Feiertagsgebäck, das in Bulgarien zu Ostern (ähnlich dem Osterzopf) und in Rumänien zu unterschiedlichen Feierlichkeiten zubereitet wird.[1][2] Es ähnelt dem italienischen Panettone, unterscheidet sich von diesem aber durch die Form und durch die Vielzahl der Varianten.[3][4]
Etymologie
Man nimmt an, dass der Begriff vom griechischen κοσωνάκι (kosōnáki, ein Diminutiv von κοσώνα, kosṓna, „Puppe“) oder von κωδουνάκη (kōdunáki, ein Diminutiv von κουδούνι, kudúni, „Glocke“) kommt.[5] Die rumänische Ernährungshistorikerin Simona Lazăr führt das Wort kozunak auf kosṓna zurück und erklärt dies mit einer metaphorischen Vorstellung eines Babys, das in einer Wiege liegt.[6] Die Namen vieler ritueller Brote enthielten im Altertum einen Bezug auf den menschlichen Körper.
Zubereitung
Cozonac wird aus einem Hefeteig mit Milch, Zucker, Eiern, Butter und Rosinen zubereitet.[2] In Bulgarien werden dem Teig zusätzlich Zitronenzesten zugegeben. In Rumänien unterscheiden sich die Rezepte in den verschiedenen Regionen[4][7]: Statt der Rosinen werden auch Rahat, geriebene Orangen- oder Zitronenschale, Haselnüsse oder Walnüsse, Vanille oder Rum zugegeben.
Sehr verbreitet ist auch eine Rezeptvariante mit einer Füllung aus gemahlenen Walnüssen: Dazu wird der Teig flach ausgerollt, mit der Füllung bestrichen und vor dem Backen zu einer Roulade aufgerollt – im gebackenen Brot ist die Füllung beim Anschneiden als Spirale zu sehen.[7]
Trivia
Bei der Kulturinitiative Café d’Europe des Instituts der Regionen Europas (IRE) während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft 2006 wurde Cozonac als rumänischer Beitrag präsentiert.[8]