Kustom Kulture
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Kustom Kulture ist ein Oberbegriff für Kunst, Fahrzeuge, Frisuren und Kleidungsstil von Angehörigen der Customizing-Szene, die Autos und Motorräder umbaut und veredelt oder neu erschafft.




Aus den Anfängen des „hot rodding“ in den USA der 1940er Jahre, als alte Fahrgestelle erleichtert und mit stärkeren Motoren ausgestattet für Beschleunigungsrennen (Drag-Racing) hergerichtet wurden, oder mit bunten Metallic-Lackierungen und Chrom auf Optik getrimmt wurden, haben sich verschiedene Modetrends und Stile in einer Subkultur entwickelt, die auch heute noch als Popkultur unser tägliches Leben beeinflussen. Die Gegenstücke bei US-Motorrädern waren „Bobber“, und radikaler, Chopper.
Künstler wie Kenneth Howard („Von Dutch“), Car-Customizer und Cartoonist wie „Big Daddy“ Ed Roth, Hot-Rod- und Lowrider-Customizer wie die Barris-Brüder sowie zahlreiche Tattoo-Künstler, Automaler und Fernsehshows wie Happy Days haben zur Entwicklung der heutigen Kustom Kulture beigetragen.
Kustom Kulture wird im Allgemeinen mit den Greasers der 1950er, den Drag-Racers der 1960er und den Lowriders der 1970er Jahre in Verbindung gebracht. Andere Subkulturen, welche die moderne Kustom Kulture beeinflussten, sind sowohl die Mods und Rocker der 1970er als auch die Metal- und Rockabilly-Musik der 1980er und die Psychobilly-Musik der 1990er. Jede dieser Jugendbewegungen hat ihre eigenen Umbauarten sowie Kleider- und Musikstile einfließen lassen. Gepaart mit Anlehnungen an Cartoons und Monsterfilme aus den 1950er bis 1970er Jahren hat dies die Kustom Kulture zu der komplexen Subkultur gemacht, die sie heute ist.