Johann Kärle

österreichischer Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Johann Kärle, auch Kerle, (* 15. Jänner 1835 in Hinterhornbach in Tirol; † 30. April 1913 ebenda) war ein österreichischer Maler.

Leben

Johann Kärle war von 1855 bis 1857 beim klassizistischen Maler Anton Köpfle in Weißenbach am Lech in der Lehre. 1857 lernte er bei einem Hofmaler in Augsburg, der ihn an die Gewerbeschule in München vermittelte. Anschließend studierte er von 1859 bis 1861 in der Antikenklasse der Akademie der Bildenden Künste München. Ab 1861 war er in Tirol als Kirchenmaler hauptsächlich für Fresken tätig. Er malte rund 200 Kirchen und Kapellen im Stil der späten Nazarener aus, häufig zusammen mit seinem Bruder Stefan. Johann Kärle war technisch versiert, doch zeigte keine schöpferische Leistung und blieb sehr stark am Vorbild Joseph von Führichs orientiert. Durch Restaurierung oder Übermalung hat er zahlreiche barocke Fresken beeinträchtigt oder zerstört.

Werke

Deckengemälde Auferstehung Christi, Pfarrkirche Sulzberg, 1882
Deckenfresko in Vierpassfeld Heiliger Wandel in der Pfarrkirche Schlins (1889)
Fresken
Altarblätter
Kreuzwegstationen

Literatur

Commons: Johann Kärle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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